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     2005   Tour 11                          Tour de groundhog Phil                       20.07.-15.08.2005

 

 

 
     
 

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Etappe 3

Bolder Campground - St.Peters (35 mi)

Freitag 22.07.05

     

   

     

St.Peters - Near Lancaster  

     

   
     
 
                   

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Schlafräuber

Die Erfahrung vom Vortag war schon ein wenig demotivierend und beeinflusste ab sofort grundlegend die Tourgestaltung. Lili und Jack hatten ihren Plan geändert. Da es am Tag zuvor mit über 40 Grad Celsius auf der Straße zu heiß zum Radeln war, beschlossen sie wieder zurück nach Hause zu radeln. Sicherlich war auch ein Grund dafür, dass Jack seine zwei lieben Hunde vermisste. Vielleicht hatte er auch nur Sorge, dass bei dieser Hitzeperiode sein Haus in den Appalachen Opfer eines möglichen Brandes werden könnte. Vermutlich war es aber auch die Hitze an sich, da er davon sprach, dass die 2. Etappe eine der schwierigsten in seinem Leben war, obwohl sie ja nur rund 40 km lang war. Er sollte es wissen, da er genug Erfahrungen nicht nur durch seine Paris-Brest-Paris Rennen und seine Ost-West-Durchquerung der USA hatte. Vielleicht kam aber auch alles zusammen, denn auch das Wetter für die nächsten Tage versprach keinerlei Abkühlungen. Ein Wetter wie in Afrika, das besondere Maßnahmen erforderte. Das Frühstück beschränkte sich auf einen kleinen Happen. Die Abfahrt wurde so früh wie möglich vorverlegt. Da Sophie und Jakob um diese Zeit sowieso noch keine Höchstleistungen vollbringen konnten, stiegen sie quasi vom „Bett“ direkt aufs Fahrrad. Sophie hatte es da etwas besser, da sie auf dem Vordersitz des Pino noch ein wenig weiterdösen konnte. Jakob musste da schon etwas aufmerksamer auf dem Anhängerfahrrad sitzen. Das schlechte an einer Tandemtour ist, das man ein Tandem nicht so einfach in einen Bus oder eine Eisenbahn bekommt. Das gute an einer Tandemtour ist, dass man ein Tandem nicht so einfach in einen Bus oder eine Eisenbahn bekommt. Also gab es keine Alternative als die Tour mit dem Rad fortzusetzen. Deshalb standen 4unterwegs wieder früh auf und gegen 8:00 verabschiedeten sie sich von Lili und Jack und verließen das Camp. Solange es noch so „kühl“ war, wollten sie so weit wie nur möglich radeln. Bis zur Hauptstraße waren es ca. 3 km. Weiter ging es über hüglige Landstraßen. Das Verkehrsaufkommen hielt sich in Grenzen. Gott sei Dank hatten sie Lilis Straßenkarten dabei. Die waren zwar schon 30 Jahre alt, aber stimmten immer noch. Und obwohl sie kein Geländeprofil preisgaben, hatte man mit ihnen eine bessere Orientierung als mit der Karte von Michelin, die mit 1:300000 eher der Groborientierung diente. Dafür waren aber die Berge und Hügel mit ihr besser zu ermitteln. Gegen 10 Uhr erreichten die 4 den kleinen hübschen Ort Trappe. An einer Kreuzung gab es ein schönes Cafe. Der richtige Ort, um ein gutes Frühstück zu sich zu nehmen. Noch einmal studierten sie die Straßenkarte , um das aktuelle Tagesziel zu konkretisieren: St Pieters Camping. Sie rechneten bis dahin mit einer Entfernung von insgesamt 55 km. Wobei es nicht einfach war in Pennsylvania die Entfernungen zu schätzen. Über Trappe führte ihr Weg zum Ufer des Schuylkill Rivers nahe Phoenixville, wo sie erst einmal Pause machten. Danach folgten sie nur noch der Straße 23, die direkt zum Campingplatz führte. Jack hatte schon am Vortag diese Straße empfohlen. Gegen 17 Uhr machten sie noch ihren täglichen Einkauf und verließen die Straße 23 in Richtung des Warwick Woods Camping, der nur unweit von dem Ort St. Pieters lag. Der Platz war doch recht gut besucht und die Kinder gingen geradewegs zum Spielplatz. Sehr zu bedauern war, dass es hier keinen Swimmingpool gab. Den hätte sie diesmal wieder nur mit Gold aufwiegen können. Auf dem Spielplatz waren viele Kinder und Jakob und Sophie fanden schnell Kontakt. Manche von ihnen trugen auch Trachten so wie die Amish sie tragen. Aber die Kinder waren keine Amish. Am Abend wurde noch die nächste Etappe besprochen. Da es wieder sehr heiß werden sollte, wurde das nächste Ziel wieder korrigiert. Die Nacht war grässlich. Im Wald wehte nicht ein Lüftchen und bis spät brannten noch diverse Lagerfeuer. Wenn hier im Wald ein Brand durch Unachtsamkeit ausgebrochen wäre, wären sie verloren. Hier gab es kein Entkommen. Das Holz in den Feuerstätten knisterte laut. Solche Geräusche können einem natürlich den Schlaf rauben.

 
     
 
     
   
     
   

Euer Murmeltier Phil

 
     

     

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zuletzt aktualisiert: Saturday, 19. May 2007