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Einige Tips für eine Radreise mit Kindern (aus unserer Erfahrung)

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Allgemeines zur Planung

Vorbereitung

Wir beginnen mit der Planung möglichst 6 Monate im Voraus, je eher desto besser.

Dann haben wir genug Zeit für eventuelle Formalitäten, wie Verlängerung des Reisepasses, der Kreditkarten, eventueller Impfungen.

Unsere Reiseziele und Reisezeit suchen wir unter Berücksichtigung folgender Faktoren aus :

  • klimatische Bedingungen. Sitzen die Kinder im Anhänger darf es natürlich nicht zu heiß sein
  • Transportmittel für die An- und Abreise, oder für Zwischentransporte
  • Kindgerechte Unterkünfte und Campingplätze
  • Verkehrsbedingungen für die Radtour selbst, Radwege, Verkehrsaufkommen auf den Straßen
  • Natur und Erlebnis
  • Geographische Gegebenheiten, keine zu steilen Steigungen beim Fahren mit dem Anhänger

Die aktuellsten Reiseinformationen finden wir im Internet.

Wir planen ungefähr 55 km pro Tag. Das hängt natürlich vom Wohlbefinden unserer Kinder, von den Straßenverhältnissen, den Steigungen, unserer Fitneß, der nächsten Unterkunft und natürlich vom Wetter (Wind) ab.

Wir bereiten uns immer auf das schlimmste Wetter vor und haben dann herrlichsten Sonnenschein, so wie in Norwegen.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit mit dem Anhänger beträgt etwa 13-14 km/h. Für die Bestimmung der Reisezeit, Pausen eingerechnet, sind es ca. 10 km/h. Ist die Etappe z.B. 60 km lang, so sind wir 6 Stunden unterwegs. Natürlich sind das alles nur persönliche Richtwerte.

Mit dem Anhängerfahrrad ist man ca. 3 km/h schneller. Wir planen die Tour so genau wie möglich und bereiten auch Alternativen und andere Transportmöglichkeiten vor.

Wir rüsten uns mit wetterfesten leichten Sachen aus, gutes schnell aufbaubares Zelt, nässegeschützte Packtaschen, Term a Rest-Matten usw. dann haben wir mehr Zeit für die Erholung.

Als Sophie noch als Baby im Anhänger mitfuhr, hatten wir immer ein weiches Schaffell dabei.

Das ist nur eine Empfehlung, wir haben nicht alles gleich gehabt. Aber mittlerweile haben wir von allem mit das Beste und Nützlichste. So wird die Radreise viel entspannter. 

Wir machen eine  Checkliste und sammeln alles ca. 1 Monat im Voraus an einem speziellen Platz und wenn uns was einfällt, dann legen wir es dazu.

Letzten Sommer (2002) ging es wieder nach Schweden und nach Finnland. Von Stockholm nach Stockholm über Vaasa. Jakob fuhr im Kinderanhänger Winchester mit hauseigenem Tuning und Sophie auf dem Tandem Pino.

Auf der Radreise

Wir fahren entspannt, der Routenplan ist nur eine Unterstützung, wenn etwas nicht klappt, ärgern wir uns nicht. Wenn die Route gut vorbereitet ist, dann brauchen wir keine Angst vor Überraschungen zu haben.

Wir besuchen Museen, nehmen Platz im Biergarten, es ist Urlaub und nicht nur  Radfahren.

Ganz wichtig! Die Kinder bestimmen den Tag, wir zeigen Ihnen die Welt, entdecken neue Dinge. Wir lassen uns selbst überraschen.

Einige Tips gemäß unserer Checkliste - die meisten sind sicher bekannt.

  • Ausweis, Gültigkeit kontrollieren, Kopien anfertigen
  • Flugschein, Gültigkeit kontrollieren, Kopien anfertigen
  • Kreditkarten, Gültigkeit kontrollieren, Kopien anfertigen
  • Travellerscheck als eiserne Reserve, Kopien anfertigen
  • Bargeld
  • Impfpass für spezielle Gebiete
  • Führerschein
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Fahrradkarten, wir konsultieren auch Fahrradclubs etc.
  • Tourenplan, wir erstellen ihn in Excel
  • Checkliste, damit wir nichts vergessen und nur notwendige Sachen mitnehmen.
  • Adressen
  • Internet, e-mail beste Möglichkeit zu Planung
  • Fahrplan, eventuell von den Fremdenverkehrsämter
  • Reiseführer, Kopien der wichtigsten Blätter, (ansonsten bekamen wir in vielen Ländern genug Informationen unterwegs von den Touristeninformationen)

Bekleidung/Ausrüstung

  • Goretexjacke, vielleicht doch in gelb oder rot, man wird besser gesehen
  • Trekkinghosen
  • Hemden, Shirts Funktionswäsche, leicht waschbar, antibakteriell, schnell zu trocknen
  • Fleecepullover für kalte Abende und Nächte
  • Fahrradhosen. Wir bevorzugen Radlerunterhosen und Treckingkose darüber.
  • Regenhosen
  • lange Leggings unter Regenhose zu tragen
  • Mütze mit Schirm gegen direkte Sonneneinstrahlung, oder einen Schirm am Helm
  • Badehose
  • Insektenkopfnetz kleinmaschig, auch gegen Kleinstfliegen
  • Handschuhe, zur finalen hermetischen Abriegelung gegen Insekten und auf Tour gegen Wind
  • Trekkingschuhe Goretex, jetzt gibt es schon Gore-Trecker mit SPD (vielleicht später für uns)
  • Fahrradschuhe für SPD Pedalen, damit sind wir schneller und können in den Bergen schön nach oben radeln
  • Sandalen
  • Weste, so haben wir alles am Körper, gut um Objektive u.a. zu verstauen
  • Medikamente, konsultiert Euren Arzt
  • Brille, eine Extrabrille wenn nötig
  • Sonnenbrille, auch gut gegen Insekten während des Fahrens
  • Fotoapparat, eine gute Kamera für gute Erinnerungen
  • Filme, wir bevorzugen Kodak 200, da wir mit bis zu 300-er Zoom fotografieren
  • Batterien, besser gute
  • Weltempfänger um mit der Heimat verbunden zu sein
  • kleiner Rucksack zum schnellen Einkaufen usw.
  • Leatherman + Alien (Fahrradwerkzeug), das beste Werkzeug, das ich bisher hatte
  • Kochgeschirr, antihaft z.B. von Tangria
  • Allesbrenner z.B. von Primus

Camping

  • Zelt, wir haben "Fairview Motel" von Jack Wolfskin, Germany, 2 Kabinen, große Halle, 8.5 kg Gewicht
  • Schlafsack, Daune ist leichter, Bezug sollte wassergeschützt sein
  • Liegematte, Term a rest , Vorteil ist schnelles Aufpumpen und Einrollen
  • Wassersack, 5 l oder einfach ein paar große Pet-Flaschen

Fahrrad

  • Villiger "Manitoba" 24 Gänge, 
  • Koga Miyata "Globe Traveller" 24 Gänge
  • Tandem "Pino" von Hase
  • Kinderanhänger Wincester , faltbar
  • Anhängerfahrrad von add-bike. 

Fahrradausrüstung

 

  • Helm, einstellbar
  • Lenkertasche, um Karten und wichtige Dinge unterzubringen
  • Fahrradtaschen, leichte, wasserdichte von Ortlieb
  • Fahrradcomputer, kein Funkcomputer, die fressen teure 9V Batterien
  • Fahrradschloß, Krypton Kette oder ähnliches
  • Ersatzteile, flexible Speiche, Seilzüge, Schläuche, Schrauben, usw.
  • Reparaturset
  • Insektenspray, Am besten das nehmen, was in der Region üblich ist

Natürlich ist das bei Weitem noch nicht alles. 

Wir hoffen es hilft euch ein wenig und wir würden uns freuen von euch zu hören.

Sir Jakob, Miss Sophie, Bettina and Rainer Düsseldorf,den 05.12.02

Kontakt:
klingel@4unterwegs.de

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letzte Aktualisierung am 12.06.08 trans10.gif (65 Byte) trans10.gif (65 Byte)