2006

Tour 12

Familienradtour - 4unterwegs

Tour de Troll (Tore)

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Tourreport

          Bergen - Trondheim (eigentlich Hitra)

28.06.-18.07.06

 

 

 
Zu Hallo Tour 10   Weiter zur Tour 12 - Bericht  - Bergen Maloy - Etappe 1 - 3
Transfer 1.Etappe

Düsseldorf - Hamburg (450 km)

Freitag 23.06.06 

 

Es gibt viele Möglichkeiten nach Norwegen zu gelangen. Mit dem Flugzeug, der Eisenbahn oder mit dem Auto und dem Schiff. Wir wählten die letzte Variante. Schon deshalb, weil wir mit dem Tandem Pino unterwegs sein wollten. Außerdem ist ja eine Schiffsreise immer wieder ein Erlebnis und das gerade wenn man die Absicht hat, durch die wunderschöne Schärenlandschaft Westnorwegens zu fahren. Somit fuhren wir mit dem Auto von Düsseldorf nach Hangstholm, einem kleinen Ort mit Fährhafen gelegen an der Nordwestseite Jütlands. Von da aus sollte es mit der Fähre der Fjord Line nach Bergen weitergehen. In Hamburg machten wir bei Freunden den ersten Stopp. Die erste Etappe gestaltete sich für 3 von 4unterwegs recht angenehm. Dank Bahncart 100 fuhren wir mit dem ICE nach Hamburg, während Bettina mit all der Ausrüstung sich Richtung Norden durch die Staus quälte.

         

Trotz Checkliste und frühzeitiger Vorbereitung hatten wir auch diesmal etwas vergessen. Zum Glück bemerkten wir  es noch rechtzeitig und fuhren sogleich zum Globetrotter in Hamburg. Wenig später hatte Jakob neue Wanderstiefel.

          

 
     
Transfer 2.Etappe

Hamburg - Hangstholm (500 km)

Samstag 24.06.06
 

 

 
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Der Morgen war sonnig, so dass der Tag eine angenehme Weiterfahrt versprach. Unterwegs mussten wir noch ein Ladegerät für die Videokamera dazukaufen, da dass andere zu Hause noch rum lag - jedenfalls dachten wir so. Infolgedessen kamen wir etwas verspätet von Hamburg los, was normalerweise kein Problem dargestellt hätte. Nur an jenem Samstag war Fußballweltmeisterschaft und Deutschland sollte gegen Schweden gewinnen. Gegen 17.00 Uhr waren wir immer noch auf der Autobahn und nur ein polnischer Sender auf Langwelle erbarmte sich unserer und übertrug das Spiel - natürlich auf polnisch. Und solange wir den Namen Klose, Prodolski und Ballack vernahmen, war alles in Ordnung. Aber wehe aus dem Lautsprecher kamen sorgenvolle Töne oder gar der Name Lehmann quälte sich aus dem Lautsprecher, da wurde der Fahrer am Lenkrad doch recht nervös und der Toyota schob sich wie eine Rakete Richtung Campingplatz. Dort angekommen ging es geradewegs zum Fernsehraum und nur die gute Erziehung sorgte dafür, dass die wir nicht direkt in den Aufenthaltsraum einfuhren. Trinkfeste Angler mit einem Fässchen Bier in der Mitte sorgten für die gehobene Stimmung. Und als das Spiel zu Ende war, hatten wir endlich Zeit die allbekannte dänische Hüpfblase zu stürmen und unser Quartier aufzubauen - das neu erworbene Zelt Hilleberg Keron IV GT. 

         

Später gingen wir an den kilometerlangen menschenleeren Strand und genossen die Abendsonne. So einsam konnte Europa sein.. 

         

 

 

 

 

 

 

     
Transfer 3.Etappe 

Hangstholm - Bergen

Sonntag 25.06.06
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Das Wetter in der Nacht meinte es gut mit uns, denn es regnete in Strömen. Doch das Zelt hielt dicht. Das Nachbarzelt dagegen nicht. Das machte dann den Unterschied von einigen 100 Euro aus. In unseren Zelt musste es immer trocken bleiben, denn die Daunenschlafsäcke vertrugen so einiges, nur keine Feuchtigkeit.  So waren wir mit unserer neuen Zeltwahl höchst zufrieden und fühlten uns bezüglich unserer Neuanschaffung bestätigt. Die Fähre sollte gegen 17 Uhr ablegen. Zunächst nutzten wir den beheizten Swimmingpool für ein morgendliches Bad. Schließlich war der Platz mit ca. 50 Euro kein Schnäppchen, was sicherlich begründet war durch seine Ausstattung. Es blieb immer noch  genügend Zeit, um die Bunkeranlagen mit ihren 300 mm Kanonen aus dem 2.Weltkrieg zu besichtigen.

         

Sie dienten dem damaligen Deutschland der Kontrolle des Skagerrats und der Abwehr feindlicher Kriegs- oder Handelsschiffen. Heute fuhr die Munitionsbahn nur noch die Touristen durch die Anlage und besonders für Kinder war es ein besonderes Erlebnis, wenn auf dem letzten Anhänger eine 300 mm Munitionsattrappe mitgeführt wurde. Da vergaß man schnell, welchem Irrsinn diese Bahn einmal diente.

         

 Ansonsten ist Hangstholm ein kleiner netter aber  unspektakulärer Ort. Später fuhren wir zum Fährhafen, aber unsere Fähre der Fjord Lines war unpünktlich und somit legten wir mit mehr als drei Stunden Verspätung ab.

         

Auf dem Schiff gab es das übliche Unterhaltungs-programm und es kam so etwas wie Kreuzfahrtfeeling auf. Besonders die Aufführung des Zauberclowns hat den Kinder gefallen und da wir seitlich neben der Bühne saßen, konnten wir auch so manchen Zaubertrick entzaubern.

         

Gegen 23.00 Uhr gingen wir in den Schlafsaal. Wir hatten nur Sitze gebucht. Das machte die Überfahrt auch recht preiswert (ca. 250 Euro) Aber für die Kinder war genügend Platz, um die Liegematten auszulegen und so hatten wir trotz des geringen Komforts einen geruhsamen Schlaf.

 

 

 

     
Transfer 3.Etappe

Ankunft Bergen

Montag 26.06.06

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D

 

 

 

 

 

 

Natürlich war die Nacht kurz. Leider hatten wir Egersund und Stavanger verpasst. Aber als wir durch die Inselwelt vor Haugesund fuhren, wurden alle Erinnerungen an unsere Radtour 2 wieder wach.

         

In der Ferne sahen wir bei strahlendem Himmel den weiß leuchtenden Folgefonngletscher. Damals begann unsere Radtour quasi bei Jondal mit einem Pistentag auf eben diesem Gletscher.

         

Wir erkannten so manchen Ort oder Fährhafen von damals und unsere Herzen sprangen vor Glück und Aufregung.

         

Die Einfahrt in den Hafen von Bergen war dann der krönende Abschluss dieser Überfahrt und wir genossen den Anblick der Berge um Bergen und die Silhouette der Altstadt.

         

Später mussten wir uns in Geduld üben, denn der Zoll war wohl gerade in der Mittagspause. Dafür waren aber gerade die Vans mit den rotnasigen Anglern besonderes Ziel der Kontrolleure. Vier Wochen Angeln ohne Schnaps? Das glaubte selbst der Zoll nicht und wurde schnell fündig. Den Hafen hinter uns lassend fuhren wir geradewegs zu Helle und Jan, die nur unweit am Hang wohnten. Es war schon Nachmittag, die Sonne versprach eine wunderschöne Urlaubszeit. Noch war niemand zu Hause und so nutzten wir die Zeit die Fahrräder abzumontieren und schon für einen Ausflug flott zu machen.

         

Wie David und Kenn waren auch Helle und Jan Dachgeber der Warmshowerlist. Für uns ist das in vielerlei Hinsicht immer wieder spannend. Man kennt sich nur durch den Erfahrungs- und Emailaustausch aus dem Internet. Schon vorher hatten wir viele Tipps und Hinweise von ihnen bekommen. Sie nahmen uns auch eine gewisse Angst, wie wir denn von Bergen über die Berge gen Norden kommen sollten.

         

 Zur Begrüßung gab es einen eiskalten Longdrink. Gerade richtig an diesem heißen Tag. Während die "Großen" den Ausblick über den Fjord genossen, spielten die Kinder im Garten so was wie Steinzeit.

         

Es gab natürlich viel zu bereden und auch wir konnten mit Tipps über Italien dienen. Denn Helle und Jan hatten geplant während unserer Tour nach Italien zu fliegen und nördlich von Mailand eine Radtour zu unternehmen. Nun wussten wir aber nicht genau ob es der Wein, die delikaten Pastas oder die Wärme des Südens sie dorthin trieb. Sie würden mit Sicherheit von allem genügend bekommen. So ist das: die aus dem Süden kommen, um sich abzukühlen und die aus dem Norden um sich zu erwärmen.

 

 

 

 

     
Vorbereitung

Bergen

Dienstag  27.06.06

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Bergen selbst ist schon eine Reise wert. Gut, dass wir die Stadt schon etwas kannten. Somit konzentrierten wir uns bei unserem Ausflug auf die Altstadt Brygge und auf gewisse Vorbereitungen unserer Tour.     

         

Abends gab es eine Revanche: Jan servierte uns handgefertigte Fiskeboller. Wir hatten wohl am Vorabend so ganz beiläufig von unserer ersten kulinarischen Katastrophe erzählt, die wir während unserer Tour 2  in Norwegen erlebten - Fiskeboller und die natürlich aus dem Supermarkt. Aber Jan bekehrte uns mit seiner kulinarischen Attraktion und er genoss es sichtlich, wie sie uns den Gaumen erfreute.

 

 

 

     
   Fortsetzung (Bergen - Maloy)    

 

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zuletzt aktualisiert: Sunday, 13. April 2008