2006

Tour 12

Familienradtour - 4unterwegs

Tour de Troll (Tore)

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Tourreport

          Bergen - Trondheim (eigentlich Hitra)

25.06.-18.07.06

 

 

 

Zu Tour 12 - Bericht Teil 1 - Anreise nach Bergen

   
Etappe 1 

Bergen - bei Austheim (76 km)

Mittwoch  28.06.06

Zu Hallo Tour 10

 

 
 

 

 

Um 08.00 Uhr wollten wir unsere Tour starten. So ungefähr hatte das auch geklappt. Wir waren ja auch schon ein eingespieltes Team und während wir alle Sachen einpackten und die Fahrräder beluden,  begleitete Helle unser Treiben auf ihrer Geige. So wurden wir in aller Geruhsamkeit wach. Jan musste etwas später zur Arbeit und  so konnte er uns noch Lebewohl sagen. In ca. drei Woche sollten wir sie wiedersehen. Dann würden sie von ihrer Radtour durch Italien und wir von unserer durch Norwegen berichten.

         

Die Fahrt aus Bergen gestaltete sich in der Tat leichter als wir es uns  vorstellten. irgendwie hatten wir schon Angst davor gleich zu beginn einen höheren Pass bewältigen zu müssen. Dem war Gott sei Dank nicht so. Die Radwege führten neben der Highway Richtung Norden. Nur anfangs waren wir etwas irritiert, da die Ausschilderung autobahngemäß war und entgegen der Richtung die zu den Städten führte die Fahrtrichtung wies.  Aber wir fanden dann doch die entscheidende Überfahrt um auf den Radweg zu gelangen. Eigentlich fuhren wir, abgesehen von einigen Ausnahmen, die ersten 30 km nur auf Radwegen.

         

Zunächst ging es in Richtung Alesund und Oslo bis Asane.

           

Wir hatten meist einen schönen Ausblick auf Fjorde und kleine Yachthäfen mit hunderten von Booten. An der Hjelle Bakery machten wir erst einmal Mittagspause.

          Nach ca. 30 km kamen wir an einer ehemaligen Fährstation an.

         

Da hatten wir uns doch etwas verfahren. Schnell fanden wir aber den Weg, der uns zur großen Brücke gefunden, die uns  über den ...fjord tragen sollte. Auf ihrer Seite befand sich ein ehemaliges Fort aus dem 2.Weltkrieg, das den Deutschen der Kontrolle der Einfahrt in den Fjord diente. Da machten wir unsere nächste Pause und besichtigten die Überreste und Ausstellungstücke, wie Kanonen, Flaks und Scheinwerfer. Die ca. 2 km lange Brücke hatte einen phantastischen Radweg und so gelangten wir nach Knarvik auf Nordhordland (Karte). Die Dame in der Touristeninformation klärte uns schnell darüber auf, dass der geplante Zeltplatz in ... wohl nicht mehr existierte. So nahmen wir gerne weitere Informationen bezüglich alternativer Nächtigung entgegen. In der benachbarten Bibliothek nutzten wir die Möglichkeit ein paar Emails zu senden und in unser Onlinetagebuch eine Nachricht zu schreiben. Die Ausfahrt aus Knarvik war etwas mühsam, denn es ging bergauf. Wir hatten uns für die Route über die Straße 565 entschieden, da wir hier ohne Tunneldurchfahrt vorankamen. Außerdem bestätigte sich, dass diese Straße doch recht ruhig war. Abends kamen wir dann am Vestnorsk Utvandrigssenter vorbei - einem Museum für die Auswanderungswelle im letzten Jahrhundert. 

           

Gegen 21:00 Uhr fanden wir dann ihr Quartier hinter Austrheim bei Mastrevik - eine duftende Wiese. Wir waren aber nicht allein. Ständig umkreisten uns Millionen von kleinen Fliegen (Knocks oder so ähnlich heißen die Dinger).

           

Aber wir hatten unsere Kopfnetze schnell übergestülpt und die Handschuhe übergezogen. Nun war es auszuhalten und schnell hatten wir unser Zelt aufgebaut und uns zu Matte begeben.

          

78,21 km / 11,7 schnitt / 6:44  / max 50,1 km/h

 

 

     
Etappe 2

bei Austheim - bei Överas Sörbövag(66 km)

Donnerstag 29.06.06

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  D
 

 

Der Fährfahrplan diktierte ihr Aufstehen an jenem Morgen.

          

So fuhren wir rasch zur Fährstation Leirvag auf der tollen Straße 57. Schon tags zuvor sahen wir die große Feuerflamme der Raffinerie von Mongstad. Die Fähre brachte uns ans andere Ufer des Fjords bei Slovag und so folgten wir im weiteren der Straße 57. Doch erst einmal war Eincremen angesagt, denn das Thermometer passierte schon die 30 Grad Marke.

          

Der Anstieg war gemächlich aber stetig und die umliegenden Berge machten uns schon etwas Bange. Wir waren zwar ganz gut trainiert, aber wir waren eben keine Titanen. Vor Leversund hatten wir dann ein paar keinere und problemlos einen größeren Tunnel zu durchfahren.

         

Straße 57

Tunnel vor Leversund ging abwärts

 

Bis Rutledal waren es noch 8 km. Was wir nicht wussten, dass es für ca. 5km  nochmal kräftig bergauf ging.

          

Aber das ist eben das schöne an Radtouren durch solche Landschaften: Man wird irgendwann für seine Mühen belohnt - garantiert. Nach der darauf folgenden Abfahrt machten wir erst einmal sehr spätes Mittag. Nun hatten wir Zeit, denn die zwei geplanten Fähren waren schon weg.

         

Einen schönen Ausblick hatten wir sowieso.

          

Die Fähre war pünktlich - natürlich.

          

Es war schon gegen 17:00 Uhr. Eigentlich war es geplant die Fähre gegen 15:00 Uhr zu nehmen. Aber wie schon erwähnt, der Berg machte uns einen Strich durch den Plan.

In Richtung Rysjedalsvika überquerten wir den rund 250 km langen Sognejord.

          

Eigentlich war geplant über Dale, Forde und Naustdal nach Floro zu fahren, aber da gab es hinter Naustdal einen rund 7 km langen Tunnel, der gerade für Fahrräder gesperrt war. Und mit dem Tandem wollten wir einfach nicht riskieren, von dem Busfahrer abgewiesen zu werden. Auf der anderen Seite des Sognefjordes begutachteten wir ein gerade ankommendes Expressboot bezüglich der Fahrradmitnahme. Wir waren suns aber nicht so sicher. So wollten wir sowieso erst einmal Richtung Askvoll weiterfahren. Hinter Leirvik fuhren wir dann wieder bergauf in Richtung Birkeland.

           

Zwar waren es nur noch ein Kilometer bis zum Zeltplatz, aber wir wollten ja am Fjord zelten, auch in der Hoffnung, dass es dort weniger Mücken gäbe. So fuhren wir weiter auf der Straße 607 Richtung Hyllestad. Und hinter dem Ort fanden wir auch ein geeignetes Plätzchen für eine geruhsame Nächtigung - ohne Mücken und mit Blick auf den Fjord.

         

65,8 km 20:30 schöne Wiese

Birkeland

Afjord Wiese

 

     
Etappe 3 

bei Överas - Maloy

Fr 30.06.06

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Sörbövag - Folkestad - Fure - Askvoll

So hundertprozentig würden wir uns nicht mehr erinnern wie der angrenzende Ort hieß, wo wir campten.

         

Während die Großen so nach und nach alles einpackten, schliefen die Kinder noch aus. Frühstück sollte es sowieso erst im nächsten Ort geben. Es war schon mächtig heiß als wire losfuhren. Eigentlich war die Straße wie ein schöner Radweg - kaum ein Auto und sehr breit.

         

Und immer ein wunderschöner Blick auf ebensolche Landschaften.

         

Das Ziel war klar - Fure.

         

 An diesem Tag fuhren nur sehr wenige Fähren nach Askvoll. Somit diktierte uns auch diesmal der Fahrplan die Abfahrt. Die Freude war natürlich groß, als sich endlich die Fähre dem Anlegesteg näherte.

          

Und wieder konnten wir während der Überfahrt die frische Fjordbriese an diesem heißen Tag genießen

         

In Askvoll angekommen, fuhren wir sogleich weiter zum nahe gelegenen Strand der Gemeinde.

          

Wir  hatten noch viel Zeit und machten eine ausgiebige Nachmittagspause. Zur Mahlzeit gab es Shrimps - ganz viele. Für das gegen 17.00 Uhr beginnende Fußballspiel Argentinien gegen Deutschland hatten wir in einem Pub schon mal Plätze reserviert.

         

Als um 19:00 Uhr der Katamaran Richtung Maloy abfuhr, war das Spiel immer noch nicht zu ende.

         

4unterwegs war erst einmal froh alle Fahrräder auf dem Schnellboot untergebracht zu haben. Ansonsten hätten wir wohl ein größeres Problem gehabt.

         

Das Spiel ging weiter. Nur übers Radio konnte man ein paar Infos zum Spiel ergattern. Ein Norweger übersetzte die Kommentare zum  Elfmeterschießen ins Englische. Doch atemberaubend war auch die ca zweistündige Überfahrt.

         

Eigentlich hatten wir geplant in Smoerhamn auszusteigen, um dort die Nacht zu campen, aber wie wir später erfuhren, sollten die rund 30 km nach Maloy kein Sahneschlecken sein.

         

Außerdem war vom Boot aus sowieso kein Platz zum Zelten auf diesem steinigen Untergrund auszumachen.

         

So kamen wir gegen 21:00 Uhr in Maloy an und fuhren geradewegs zum Campingplatz.

         

Dort hatten wir ein wunderschönes Plätzchen mit Blick auf den Fjord und mit Lagerfeuerstelle bekommen.

         

Das war echt wie in Norwegen. Hier wollten wir dann doch nicht gleich wieder los.

 

 

 

 

 

 
Ruhetag

Maloy

Sa 01.07.06

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Das passte ja mal wieder. Es war Volksfest in Maloy.

         

Diesmal stand es ganz im Zeichen der Schottisch - Norwegischen Freundschaft. So fuhren wir rechtzeitig in die kleine Hafenstadt, die ungefähr 6 km vom Campingplatz entfernt lag. Auf der Straße war natürlich viel los. Wenn die Norweger feiern - dann richtig.

Abends gingen wir angeln. Wir hatten zwar eine Angel mit aber keine Ahnung. Ein Herr hatte Erbarmen und  wies uns so'n büschen ins Angeln ein.

         

Später machten wir zusammen ein Lagerfeuer.

         

Ein Ehepaar aus Südnorwegen gesellte sich zu uns und wir hatten gemeinsam einen netten Abend.

         

 

     

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zuletzt aktualisiert: Sunday, 13. April 2008
 
 
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