2001

Tour 5

Familienfahrradtour 4unterwegs

Tour de Pippi Langstrumpf

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Tourbericht  

Schweden - Ost (Teil 1)

25. Juli - 13. August 
     

709 km

ca. 20 Tage

Stehag - Linderöd - Landön - Pukavik - Ekenäs- Karlskrona - Kristianopel  - Kalmar - Stenasa - Borgholm – Oskarshamn Visby – Solhaga - Aminne – Tofta - Visby - Oskarshamn - Vimmerby   

 

   

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Tag 1   Stehag – Linderöd (35 km) 25. Juli 2001

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Es ist 11 Uhr am Morgen. Nach ein paar schönen Tagen mit Lotta, Henning, Ilva, Felicia und Ursula geht es los auf unsere Familienradtour 2001. 900 km in 18 Tagen – das kann knapp werden. Zumal wir viel Gutes über Gotland gehört haben. Vielleicht bleiben wir dort länger. Also los geht’s.

Nachdem wir die Kirche von Stehag passieren, halten wir uns nördlich der beiden Seen West - und Ost - Ringsjön in Richtung Ludvigsburg. Durch schöne Wälder und über leicht hügliges Land auf cremigen Straßen erreichen wir dann die E22. In diesem Abschnitt ist die E22 noch keine Autobahn und man kann mit dem Fahrrad problemlos auf ihr fahren. Aber natürlich ist es angenehmer auf ruhigen Straßen zu radeln. Während der Tour werden wir sie noch zwei-, dreimal benutzen müssen, aber das war’s dann schon. Überall in der Welt scheinen gerade die Küstenstraßen im Sommer dicht befahren zu sein, was auch logisch ist. An der Ostseeküste Schwedens ist das nicht anders, aber unvergleichlich ruhiger als in Spanien oder Portugal. Hier gibt es keine Fahrer mit etwas überhitzter Mentalität. Nach ein paar Kilometern erreichen wir Linderöd. 35 km sind nicht viel. Aber der nächste Campingplatz liegt ca. 30 km dahinter und es ist heiß. Grund genug um zu bleiben. Der Ort ist nicht sehr beeindruckend, aber ideal für eine Nächtigung nach der Tour.

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Tag 2 

 Linderöd - Landön (54 km)

26. Juli 2001
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Hier wird die Tourenkarte der Etappe geöffnet - open the Map Immer noch auf der E22 erreichen wir Tollarp nach ca. 12 km. Hier geht’s dann nach Südosten in Richtung Ahus via Everöd und Ripa. Nach dem Mittag erreichen wir Ahus, ein sehr beschaulicher Fischerort mit einem schönen Sandstrand. Dort verbringen wir den Nachmittag, damit unsere Kleinen im Anhänger und auf dem Anhängerfahrrad uns nicht wegschmelzen. Am Campingplatz vorbei, durch den Wald, dann über ein ehemaliges Truppenübungsgelände fahren wir in Richtung Vanneberga. Nach ca. 6 weiteren km erreichen wir den schönen Campingplatz von Landön. Ein schöner Platz, aber nur ein winziger Strand.
     
Tag 3

Landön - Pukavik (43 km)

27. Juli 2001
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Hier wird die Tourenkarte der Etappe geöffnet - open the Map Über Nymölla, Sölvesborg, Gammelstorp radeln wir in Richtung Campingplatz von Pukavik. Die Straßen sind wunderbar, nur in Sölvesborg haben wir etwas Probleme mit dem Auffinden der Nebenstraße in Richtung Gammelstorp. Aber es ist dann doch wie eine Entschädigung auf ihr zu fahren.  
     
Tag 4 

 Pukavik – Ekenäs (60 km)

28. Juli 2001
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Um die E22 zu meiden fahren wir über Mörrum und halten uns in der Folge dann südlich der E22. Wegen der kurzen Distanz zu Karlshamn entschließen wir uns dann doch nach einer Pause im schönen Park nach Ronneby weiterzufahren. Am Südufer in Ekenäs finden wir den Campingplatz. Nicht sehr groß.

 
     
Tag 5

 Ekenäs – Karlskrona (30 km)  (z.T. mit Fähre)

Sonntag 29. Juli 2001
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Wir folgen der Landstraße nach Johanneshus und nach weiteren 7 km müssen wir leider für ein paar Kilometer auf die E22, aber wie schon beschrieben – eigentlich unproblematisch. In Nättraby machen wir Mittagsrast. Überrascht von der Möglichkeit mit einer Fähre nach Karlskrona zu fahren, ziehen wir diese vor, zumal die Weiterfahrt mit dem Fahrrad doch eher ein undankbares Unternehmen darstellt. Da die Fähre nach der Überfahrt direkt am Campingplatz anlegt, sind wir noch recht früh dort und können uns am dritten hochsommerlichen Tag am Strand erholen. Warum nicht?  Abends in Karlskrona genießen wir die Stadt, den Leuchtturm, das Schifffahrtsmuseum und vieles mehr.

     
Tag 6

 Karlskrona – Kristianopel (38 km)  (z.T. mit Fähre)

30. Juli 2001
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Hier wird die Tourenkarte der Etappe geöffnet - open the Map Es ist schon langweilig – dieser heiße schwedische Sommer – immer nur Sonne. Da ist es doch besser die Fähre der Skärgardstrafiken zu nehmen und nach Yttre Park zu fahren. Wenn das sich rumspricht, dass Familienradtouren auch noch richtig Spaß machen, dann gehen natürlich nicht so viele Fahrräder auf das Bötchen. Auf den Straßen 122 und 121 entlang der Ostküste wollen wir dann richtig fleißig radeln. Unterwegs haben wir beim Bauern dann wieder unsere obligatorischen Kartoffeln und Gemüse gekauft. Abends gibt es es dann lecker Currymöhren. Die Tagesetappelänge ist zwar wieder mager, aber der nächste Campingplatz in Bergkvara scheint uns dann doch zu weit. Und wo kann man schon sein Fairview Motel zwischen den Mauern einer ehemaligen alten Festung aufschlagen. Abends gibt’s dann noch Hulli - Gulli, speziell für Sophie. Da sie kein schwedisch versteht, hat sie keine Probleme mit ihren Tanzpartnern.  
     
Tag 7

Kristianopel – Kalmar (68 km)

31. Juli 2001
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Eingespielt sind wir, ein echtes Team und so geht es wieder gegen 10.00 Uhr los. Über Brömsebro und Torsas, wo wir einen schönen Rastplatz am See vorfinden, geht es nach Söderakra. Dort beginnt der neuerbaute Abschnitt der Autobahn und so finden wir eine breite beruhigte Straße vor. In Hagby an der Rundkirche aus dem 11. Jahrhundert machen wir Rast. Bei Ljungbyholm kommen wir wieder auf die E22. Aber den Rest des Weges bis zum Zeltplatz Stensö können wir auf Radwegen vorbei an Wiesen und durch Wälder zurücklegen. Abends spielen wir alle zusammen Minigolf. Sophie ist da ganz begeistert und Jakob ist ein fleißiger Ballwegroller.

The Castle of Kalmar
     
Tag 8

  Kalmar – Stenasa (40 km)

01. August 2001
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Hier wird die Tourenkarte der Etappe geöffnet - open the Map Manchmal ist es doch ein bisschen Schade, wenn man sich täglich sein Pensum vornimmt und es dann auch halten will. Kalmar ist eine schöne Stadt und wir würden doch gerne noch ein bisschen geblieben. Aber da Nordeuropa sich für uns mittlerweile als Familienfahrradtouren-paradies erweist, besteht große Hoffnung hierher wieder zukommen. Jedenfalls fahren wir die ca.8 km bis zur Öland-Brücke, wo wir einen Transportbus vorfinden. Für 0 SK werden wir sicher und ohne Gegenwind auf die Insel gebracht. Manchmal ist ein Service wie ein Geschenk, eine nette sinnvolle Geste. Von Färjestade fahren wir nach  Resmo ein kleines Dorf mit einer schönen romanischen Kirche. Über die öde Steppenlandschaft erreichen wir nach weiteren 15 km den Zeltplatz von Stensasa. Der Platz ist zwar okay, aber die Sanitäreinrichtungen sind schon der Hammer. Sehr bedauerlich, da angrenzend ein Vogelbeobachtungsturm ist und man nett am Lagerfeuer sitzend auf´ s Meer schauen kann. Shuttle for Öland
     
Tag 9

Stenasa – Borgholm (50 km)

02. August 2001
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Auf dem Weg nach Borgholm kommen wir an vielen alten Windmühlen vorbei. In Himmelsberga nach ca. 30 km schauen wir uns das Bauernmuseum an. Sehr schön und natürlich gerade für die Kiddies sehr interessant. Die Straßen sind relativ ruhig und es gibt genug Alternativen für andere Wege.

     
Tag 10

 Borgholm (Ruhetag)

03. August 2001
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Nach Tagen voller Hitze und Sonne darf es natürlich auch mal regnen. Wir machen einen Ruhetag und genießen das Schwimmbad auf dem Campingplatz. Sophie hat sich gleich in das Spielhaus, das etwas an die Villa Kunterbunt erinnert, verliebt.

 
     
Tag 11

Borgholm – Oskarshamn ( 30 km ) (z.T. mit Fähre) – Visby (Gotland)

04. August 2001
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Natürlich nehmen wir die Fähre nach Mönsteras. Wir lieben die Fähren. Frische Luft, ein bisschen Seereise, eine schöne Abwechslung. Unsere Kinder sollen ja noch recht lange und natürlich mit Genuss unsere Radtouren mitmachen. Von Mönsteras fahren wir auf einer Nebenstrasse nach Paskallavik. Dieser Abschnitt ist wunderschön. Paskallavik hat einen kleinen Strand. Grund genug hier eine Pause einzulegen. Ein Musikerehepaar schwärmt von Gotland und wir werden uns recht bald bewusst, dass wir nicht nur einen kleinen Inselbesuch einlegen würden. Auch haben wir mittlerweile mitbekommen, dass um Vetlanda es bärig hügelig werden kann und da wir nicht gerade topfit sind, entscheiden wir uns die Tour umzuplanen und die Rücktour mit dem Auto durchzuführen. In Oskarshamn angekommen fahren wir geradewegs zum Terminal der Gotland - Fähre. Wir haben Glück für die Nachtfähre noch Tickets zu bekommen. Warum? Am morgigen Tag beginnt die Mittelalterwoche. Und all die Mönche, Hexen, Ritter, Gaukler, Händler sind auch auf der Fähre. Das ist natürlich schon eine Überraschung, besonders für Sophie.

 
     
Tag 12 

Visby (Gotland)

 Sonntag 05. August 2001 
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Gegen 5 Uhr früh legen wir in Visby an. Während der Überfahrt hatten wir unser mittelalterliches Lager auf den Gängen aufgeschlagen und konnten etwas schlafen. Jakob ist jetzt sowieso fit. Wir fahren zum Campingplatz ca. 1 km nördlich der alten Stadtmauer. Und da liegen all die mittelalterlichen Menschen vor kaputten Zelten. Die vorherige Nacht gab es ein Unwetter und so was ist mitunter echt schlimm. Der Platz ist natürlich voll, aber wir finden noch einen kleine Fläche mit Blick aufs Meer. Schnell bauen wir alles auf und los geht es in den mittelalterlichen Trubel. Sophie kauft sich von ihrem Urlaubstaschengeld ein Schwert und wird zur Ritterin geschlagen.

Feuerschlucker
     
Tag 13 

Visby – Solhaga (69 km) (Fähre nach Farö)

06. August 2001
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Wir haben fast immer Glück mit dem Wetter und mit dem Wind. Der kommt von hinten. Und obwohl wir wegen des morgentlichen Wolkenbruchs erst spät losfahren, kommen wir mit einem Schnitt von 20 km/h sehr gut voran. Auf der Straße 149 ist es nicht unbedingt ruhig. Klar, im Sommer ist auch auf Gotland was los. Aber wie gesagt : weit weniger Verkehr als auf den Küstenstraßen Spaniens zum Beispiel. Die Überfahrt mit der Fähre von Farösund nach Farö ist gratis. Dazu war auch der Campingplatz eine angenehme Überraschung. So können wir den Abend am Grillfeuer genießen.

 
     
Tag 14

 Solhaga – Digerhuvud – Farö – Solhaga (Rundtour 40 km)

07. August 2001
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Heute mal ohne Gepäck. Einfach mal `ne schöne Spazierfahrt machen. Eigentlich wollen wir die ganze Insel umradeln. Aber dann stellen wir doch fest, dass das gut 90 km werden können. So radeln wir über Gamlehamn, durch das Digerhuvuds Naturreservat zurück nach Farö. In Gamlehamn wandern wir zu den Rauk omrade. Sophie fand die bizarren Kalksteine ganz toll. Den Stein auf dem Foto nannte sie Hund ... und ich glaube er heißt auch wirklich so.

Steinerner Hund
     
Tag 15

Solhaga – Aminne (z.T. Fähre , 49 km)

08. August 2001
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Zurück auf der Insel Gotland machen wir Halt am Museumsdorf von Bunge. Es gibt hier viel zu entdecken. Alte Bauernhäuser, Stallungen, Geräte usw. Über Rute, Hellvi und Slite gelangen wir nach Aminne. Die Straßen sind auch hier ruhig, es gibt z.T Fahrradwege. Man kann so richtig entspannt fahren. Der Campingplatz ist sehr gut, wie eigentlich alle auf Gotland, die wir kennengelernt haben. Hier gibt es auch einen schönen Strand.

 
     
Tag 16

Aminne – Tofta (59 km)

09. August 2001
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Der Weg führt uns zunächst nach Dalhem. Ein kleiner Ort mit einer ebensolchen Attraktion. Wenn man Glück hat, kann man mit der Museumseisenbahn fahren. Wir hatten leider kein Glück, aber wir konnten uns wenigstens die alten Lokomotiven und Waggons anschauen. Ca. 8 km weiter erreichten wir die Klosterruine von Roma. Im Sommer finden hier Theatervorführungen und Ausstellungen statt.

Lunchbreak
     
Tag 17

Tofta - Visby (18 km)

10. August 2001  
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  So langsam nähert sich unsere Tour dem Ende entgegen und wir waren noch gar nicht bei Pippi Langstrumpf. Aber wir hatten uns ja schon frühzeitig entschieden länger auf Gotland zu bleiben, und das war auch gut so. Gereicht hat die Zeit ja doch nicht. 
     
Tag 18 Visby 11. August 2001  
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  Visby ist in der Tat eine schöne mittelalterliche Stadt, durch die man stunden - ,ja  tagelang - schlendern kann. Das Museum "Fornsalen" haben wir besucht und es ist wirklich schön.   
     
Tag 19 Visby - Oscarshamn (Fähre) Sonntag 12.August 2001  
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Morgens früh fahren wir mit der Fähre zurück nach Oskarshamn. Nachmittags geht es mit dem Bus nach Stehag, Um das Auto zu holen. Mit dem Bus ist man dann 5 Stunden unterwegs, wofür man schon 'ne Woche braucht. Aber wie im Zeitraffer laufen die Erinnerungen an einem vorbei und man genießt noch einmal die vergangenen schönen Tage.

 
     
Tag 20

 Oscarshamn - Vimmerby (leider mit dem Auto) (70 km)

Montag 13 August 2001
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  Nachmittags waren wir dann endlich in Vimmerby - bei Pippi Langstrumpf. Der Weg hat sich gelohnt. Für eine solche Radtour war der Besuch von Astrid Lindgrens Welt das richtige Ziel und eine bleibende Erinnerung. Besonders  für  Sophie war das Tourziel immer wieder Motivation.  
     
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last updated: Saturday, 19. May 2007

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last updated: Dienstag, 21. Oktober 2008