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Tour 7 |
Familienfahrradtour 4unterwegs Tour de Pino Blaubeere |
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| Tourbericht |
Schweden - Finnland - Aland (FIN) - Schweden |
20. Juli - 18. August 2002 |
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ca. 1300 km 30 Tage |
Hallo Freunde ! Nun sind wir wieder zurück von unserer Tour 7. Das war vielleicht was von schön. Unten könnt ihr schon manches nachlesen. Ich habe mich auch um ein gutes Deutsch bemüht - nicht so wie in der Flaschenpost. Solltet ihr aber spezielle Fragen haben, dann schreibt mir einfach. Denn alles kann man ja gar nicht schreiben. Leider haben wir fast nur Bilder aus dem Internet - Wir begehen dieses Jahr als das Jahr der verlorenen Bilder. Also macht´s gut Kinnings. Euer Käpt´n Blaubär Stockholm - Härnösand - Vaasa - Kustavi - Mariehamn (Aland) - Stockholm |
Legende :
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Anreise : Wir brauchten von Düsseldorf bis Stockholm 3 Tage für die Fahrt mit dem Auto. Pro Tag legten wir ca. 500 km zurück und unsere Kinder (2 und 6 Jahre) hatten gut mitgemacht. Aber mehr ist wohl kaum drin. |
Schwedische Schären | ||||||||||||
| Tag 1 | Stockholm (30km östlich bei Stavsnäs) – Vaxholm | 20. Juli 2002 | |||||||||||
| Unser
Flaggschiff ist das Tandem „Pino Blaubeere“. Und weil ich, der Käpt´n
Blaubär, ja eigentlich kein Radfahrer sondern ein Seemann bin, kann es
schon mal vorkommen, dass ich die Seefahrt und die Radfahrt so´n bisschen durcheinanderbringe. Aber liebe Radreisende, ihr seid ja pfiffig
und wisst schon wie ich das so meine. Also los geht´s :
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Värmdö | ||||||||||||
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Zügig machten wir unsere Schiffe „Pino Blaubeere“ und „Koga“ seeklar. Dabei wurde uns schnell bewusst, dass nichts hätte uns halten können. Keine Buddel voll Rum, keine Erbsensuppe und kein Badestrand. All die Ladung wurde verstaut und was kaum ins Auto ging, passte doch auf die Fahräder. Klabautermann sei Dank, denn das konnten wir im schönen Duddeldaddeldüddeldorf nicht mehr testen. Erfahrung zahlt sich so langsam aus. Wir nahmen Abschied von Dieter und seinem kleinen Dackel. Nach dem Hissen unserer Wetterfahne, nahm ein jeder der Mannschaft seinen vorbestimmten Platz ein. Noch waren wir nicht sehr erfahren mit unserem neuen Flaggschiff, aber nach ein paar Tagen würden wir uns über die Positionen geeinigt haben. Ich, der Käpt´n Blaubär, nahm meinen Platz ganz ganz vorne ein. Noch vor dem Bug - sozusagen als Gallionsfigur. Immer den Blick auf die Wogen des Meeres gerichtet. Kühn und furchtlos - wie immer. Denn ich musste ja der Mannschaft die Richtung weisen, na, wo es lang gehen würde. Hinter mir nahm Maschinist Miss Sophie ihren sehr bequemen Platz ein. Sie konnte sich immer schön die See anschauen, aber kam da mal ein Wellenberg, dann musste sie mit ran und krääääftig mittreten – in die Pedalen sozusagen. Dahinter kam dann Matrosin Bettina, Mädchen für alles. Auf dem Beischiff nahmen dann Smutje Rainer Platz, hauptsächlich zuständig für das leibliche Wohl der Mannschaft. Er zog den Sir Jakob. Der wiederum war für die Unterhaltung zuständig, wofür er tagsüber auch ausgiebig ausruhen durfte. Dafür hat er die Mannschaft abends dann lange muntergehalten. Wir setzten die Segel. Volle Fahrt voraus. Nach ca. 3 km folgten wir den Kustlinjen, ein bezeichneter Strassen-Radweg, dem wir dann bis nach Vaxholm folgten. Die Straßen waren leicht hügelig, relativ ruhig und führten durch wunderschöne Schärenlandschaft. Typisch Schweden eben. Wir mussten uns dann zweimal lotsen lassen . Wir sagen Fähre dazu. Auf Vaxholm haben wir uns dann noch verfahren. Na ja, das sollte noch ein paar mal passieren. Somit hatten wir eben statt der 38 km eben 48 km auf der Entfernungsanzeige. Besonders schön am Zeltplatz auf Vaxholm fanden wir den Badestrand. Käpt´n Blaubär |
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| Tag 2 | Vaxhom - Skeppsmyra (10 km)(Fähre) | Sonntag 21. Juli 2002 | |||||||||||
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Früh schon gegen 7 Uhr mußte die Mannschaft raus. Pino Blaubeere und die Koga Myata wurden verladen. Klabautermann sei Dank, denn vorbuchen kann man den Transport für die Drahtesel nicht. Wenn Platz ist kommt man mit, wenn nicht ? - dann nicht. Wir hatten Glück. Um 9.50 Uhr legten wir mit der "Sjöbris" der Waxholmsbolaget vom Kai in Vaxholm ab. Nicht dass wir keine Lust auf Radeln hatten, aber aus Erfahrung wissen wir : die beste Möglichkeit Großstädte zu verlassen ist die mit Schiffen oder Fähren. Außerdem wäre ich bei so vielen Inseln ganz schusselig geworden und hätte am Ende gar nicht mehr gewusst, an welche wir gerade anlegen würden. Denn es soll davon viele Tausend geben. So trug uns die „Sjöbris“ nach Skeppsmyra, wo wir nach knapp 5 Stunden gut erholt und von der Sonne leicht angebrannt ankamen. Nach ca. 6 km waren wir dann auf dem Campingplatz, den wir der Jugendherberge nicht nur des Preises wegen als Übernachtungsmöglichkeit vorzogen. Der Zeltplatz hatte einen Strand, war schön gelegen und weil er nicht mehr bewirtschaftet wurde, waren wir fast alleine. Nur ein Wohnwagen aus Stockholm war noch auf dem Platz und das Ehepaar versorgte uns mit Trinkwasser. Jakob übernahm glanzvoll seine Aufgabe als Abenteurer und baute gemeinsam mit Sophie Höhlen. Platz hatten wir ja genug. Käpt´n Blaubär |
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| Tag 3 | Skeppsmyra - Bergby (51 km) | 22. Juli 2002 | |||||||||||
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Der Waldboden duftete. Jakob hatte ein paar Beulen - nicht vom Höhlenbau – sondern von den Mücken. Viele gab es nicht, aber Jakob kann sich ja noch nicht so richtig wehren. Wir radelten bei idealem Radelwetter. Die Straßen zogen sich durch Wälder, vorbei an Gehöften und über leichte Hügel. Ein Hochgefühl überkam uns. Wir wussten noch nicht, dass es die ganzen 4 Wochen andauern sollte. Nachts hatte es geregnet und entlang einiger Zeltschlaufen bahnte sich das Wasser ganz gemächlich in das Innere. Tropf, Tropf, Tropf. Aber die Kabinen waren ja extra geschützt. Also - für eine lange Regenperiode würde das Zelt nicht dichthalten. Und die Daunenschlafsäcke wären ohne zusätzliche Trockenmöglichkeiten bald verklumpt. Das Hoffen auf stabiles Sommerwetter wurde aber während der weiteren Radreise belohnt. In Älmsta an der Brücke machten wir Mittagsrast. Es gab wieder Würstchen und Risi Frutti - eines unserer Hauptnahrungsmittel. Den Zeltplatz von Bergby erreichten wir gegen 15.00 Uhr. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 km/h brauchten wir etwas mehr als 4 Stunden - reine Fahrzeit. Doch während dieser Etappe hatte Bettina Probleme mit dem Pino. Die Gangschaltung funktionierte nicht einwandfrei. Alles wurde neu eingestellt und geschmiert. Außerdem legten wir die Positionen neu fest. An Pino Blaubeere wurde der Winchester- Anhänger angehängt. Das Koga wurde nun von Bettina gesteuert und der Rest der Mannschaft einschließlich ich, Käpt´n Blaubär, nahm auf dem sehr langen Schiff (very long ship) Platz. Das funktionierte so gut, dass diese Formation bis zum Schluss der Reise beibehalten wurde. |
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| Tag 4 | Bergby - Östhammar (53 km) | 23. Juli 2002 | |||||||||||
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Gegen 11 Uhr fuhren wir vom schönen Zeltplatz, mit Strand und Bootssteg ab. Der Weg führte uns über Hallstavik, Hargshamn und Harg, größtenteils entlang der Kustlinjen. In Hallstavik machten wir wie meist auf einem Spielplatz Rast. In dieser kleinen Stadt wurde uns dann doch das leidliche Problem in Skandinavien gewahr : der Alkohol. Na ja, uns reichte auf der Radtour natürlich das Lettöl – Leichtbier. Nach 50 km Radeln wirkt es eh wie ein Starkbier und schmeckt nicht viel anders. Hinter dem Ort Harg mit seine alten Park- und Schloßanlagen folgten wir erneut den Kustlinjen, dem schon oft erwähnten Radweg. Hier führte er über leichte Schotterpiste durch den Wald. Es wurde endlich Zeit zum Blaubeerpflücken. Schnell hatten wir 1l Blaubeeren zusammen, eine willkommene Aufwertung unseres Abendmahles. In Östhammar spazierten wir durch die alten Gassen und den Hafen. Ein herrlicher Sonnenuntergang tauchte die vielen kleinen Boote in pures Gold. |
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| Tag 5 | Östhammar - Älvkarleby - (73 km) | 24. Juli 2002 | |||||||||||
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Zum ersten Mal mussten wir auf unserer Radreise einer Fernverkehrsstraße folgen – der Straße 76. Aber von früheren Reisen wussten wir, dass je wichtiger eine Straße sein würde, desto schneller kämen wir voran. Wir schafften eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. So brauchten wir für die 75 km exakt 5 Stunden. Aber durch die Pausen erhöhte sich die Reisezeit leicht auf 8 – 10 Stunden. Denn in Forsmark (siehe Foto) machten wir eine ausgiebige Pause. Fuhren durch das Dorf, besichtigten alte Industrieanlagen und informierten uns über das unweite Atomkraftwerk. Entlang der Küste sollten wir noch öfters solche Zeugnisse entdecken, die für den Mythos des Schwedenstahls standen. Unser Flaggschiff "Pino Blaubeere" erregte mittlerweile soviel Aufsehen, als wäre es nach der Mondlandung die wichtigste Errungenschaft der industriellen Entwicklung. Deshalb auch ein Foto, das ein schwedisches Ehepaar aus Uppsala von uns machte. Eine Nachmittagsrast legten wir in Karlsholmsbruk am Ufer des Tämnaran ein, der durch ein Wehr aufgestaut war und eine Fontäne für eine bezaubernde Atmosphäre sorgte. Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz von Älkarleby, gelegen am Ufer des Dalalven, ein doch bemerkenswert breiter Fluss, der besonders von Anglern nicht nur der Lachse wegen geschätzt wird. Aber dieses Jahr gab es nicht so viel Fisch zu fangen – es war schon zu heiß. |
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| Tag 6 | Älvkarleby - Gävle (32 km) | 25. Juli 2002 | |||||||||||
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Zeltplätze an Küsten und Flüssen haben oft die gleichen Besonderheiten – die Zufahrt geht steil bergab. Demzufolge ist am nächsten Tag die Abfahrt beschwerlich. Das wollten wir vermeiden und suchten einen anderen Weg auf der Westseite des Flusses. Wir wurden eine sehr schöne Brückenkonstruktion gewahr, die über den genannten Fluss führte und mehrere Inseln miteinander verband. Hätten wir nicht gerade unsere Tagesetappe begonnen, wäre dies der rechte Ort für eine ausgiebige Pause gewesen. Nach ca. 10 km Fahrt waren wir aber wieder auf der Fernverkehrsstraße, die aber bis Gävle meist über Radwege oder breite Randstreifen verfügte. Den Funpark Furuvik ließen wir links liegen, obwohl auch dort ein Zeltplatz war. Aber irgendwie hatten wir ein wenig Sehnsucht nach einer Stadt und ein Schwimmbad. Gävle war hierfür der rechte Ort und die Jugendherberge ein ansprechendes Quatier – mitten in der Stadt. Auch hatten wir rechtzeitig bemerkt, dass der Hinterreifen am Pino sich langsam aber stetig unter der schweren Last des Gepäcks auflöste. Der Nokiareifen hielt auch das, was die Handys versprachen - Qualität. Zusätzlich benötigten wir Fahrradölspray mit Teflon für die Kette, Schaltung und Baudenzüge. |
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| Tag 7 | Gävle (Ruhetag | 26. Juli 2002 | |||||||||||
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Ein Ruhetag - aber nicht ganz ohne Radfahren. Wir verbrachten ihn im Schwimmbad Tropicana – na ja - heiß genug war es ja. Daneben bemerkten wir noch einen Stadtcampingplatz, aber ob man da auch Zelten kann, wissen wir nicht, obwohl es ein kleines Stück Rasen gibt. Abends machten wir noch eine Stadtrundfahrt, wobei wir insgesamt ca. 20 km zurücklegten. Deshalb macht euch nicht die Mühe und zählt die Etappenkilometer zusammen. Die Gesamtentfernung bedeutet für uns immer über wie viele Kilometer wir unsere Fahrräder bewegt hatten. Fehler an der km Anzeige treten auch durch das Bergauffahren auf, da ja am Berg das Vorderrad nicht der Falllinie folgt, sondern immer einer Schlangenlinie, was zu einer größeren Entfernungsanzeige führt. Abends lauschten wir der Livemusik im Stadtpark. Die Stadt hat uns sehr gefallen. |
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| Tag 8 | Gävle - Vallvik (65 km) - | 27. Juli 2002 | |||||||||||
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Um 10 Uhr machte die Bibliothek auf. Nein nein Bücher wollten wir nicht ausleihen. Aber in manchen Büchereien kann man im Internet surfen und manchmal auch Nachrichten verschicken. Wir hatten ja das von unserem Provider bereitgestellte Gästebuch so umfunktioniert, dass wir Eintragungen wie in einem Tagebuch von unterwegs machen konnten. Ist mehr aus Jux, aber wenn doch mal einer reinschauen würde, sollte er sich nicht vergackeiert fühlen. Also bemühten wir uns schon so oft wie möglich von der Tour zu berichten. Deshalb findet ihr unter diesem Zeichen >> Flaschenpost>> die Einträge, die ich, der Käpt´n Blaubär, losgeschickt hatte. Im Weiteren war die Etappe so angenehm wie die Tage zuvor. Den Campingplatz Vallvik fuhren wir eigentlich nur an, weil wir schon über 70 km auf dem Tachometer hatten und wir keine weiteren km der Mannschaft zumuten wollten. Umso mehr überraschte uns der Platz. Es gab eine Sauna, einen Strand, Grillplatz, Küche sowieso wie überall in Schweden und das für gerade mal 25 Kronen, ca. 2,50 Euro die Nacht. Aber das sind auch Erfahrungen, die wir gemacht haben : je unscheinbarer und kleiner die Ortschaft, je unspektakulärer das touristische Einzugsgebiet, desto angenehmer und ruhiger kann man campen. |
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| Tag 9 | Vallvik - Skärsa (41 km) | Sonntag 28. Juli 2002 | |||||||||||
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So langsam kamen wir in Schwung. Die Kleinen der Besatzung schliefen noch und die Großen bereiteten schon alles vor, verpackten schon das meiste. Zum Ende wurden die Kleinen aus dem Zelt gekippt, direkt an den Frühstückstisch. So kamen wir gegen 10 Uhr vom Hof. Hart aber herzlich. Der Jakob liebte ja seinen Anhänger, sein Reich und als Einstiegshilfe gab´s den Tutti. Auf dem Weg passierten wir den großen Militärflugplatz bei Sandhamn. Wir schauten uns das Museum an. Natürlich darf neben dem Maritimen auch das Aeronautische nicht fehlen. Ein Flugplatz muss sein. Sandhamn ist eine schöne Stadt, aber bei dieser Hitze nur im Schatten auf einem Spielplatz zu genießen. In Schweden haben die Geschäfte auch sonntags geöffnet und somit war unser Mittag gesichert. Bis zum Zeltplatz von Skärsa war es nicht mehr weit, vielleicht 15 km. Der war gerade in einem Wald mit enormen Aufwand neu angelegt worden. Aber der Zulauf war doch bescheiden. Wir fuhren schnell zum öffentlichen Strand, der nicht gerade üppig ausfiel. Ansonsten waren die Schären bebaut. Natürlich hatten der Smutje seine Küche mit. Somit gab es unser schwedisches Leibgericht : Pellkartoffeln, Grädde und Salzhering. Das könnten wir fast jeden Tag essen. Radfahren schärft den Gaumen. Noch spät machten wir eine Wanderung um den Ort. Um 22.00Uhr war es immer noch hell. So langsam machten sich alle bettfein. Vor dieser Zeit kam die Mannschaft auch in den letzten Tagen nie ins Bett. |
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| Tag 10 | Skärsa - Hudiksvall (66 km) | 29. Juli 2002 | |||||||||||
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Gleich früh ist das Pino umgefallen. Der Lenker war etwas verbogen, konnte aber wieder gerichtet werden. Oft dürfte das aber nicht passieren, sonst hätten wir eine größere Reparatur am Hals. Wieder wurde es heiß. Und dem Gesetz der Kinetik folgend, fühlten wir wie sich die Staße in der sengenden Hitze ausdehnte. Wir fuhren zur alten E4. In Norrala bemerkten wir ein Fahrradschild : es markierte die Hälfte des Ostkustleden des ca. 3000 km langen Weges. In Iggesund besichtigten wir eine alte Hütte in der jahrhundertelang Erz zu Eisen geschmolzen wurde. Ein sehr interessantes Industriemuseum. Obwohl Hudiksvall einen sehr schönen Eindruck auf uns machte, zogen wir es doch vor, zügig zum östlich der Stadt gelegenen Zeltplatz zu fahren. | ![]() |
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| Tag 11 | Hudiksvall - Mellanfjärden (58 km) mit Umwegen | 30. Juli 2002 | |||||||||||
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Bettina hatte sich am Vorabend noch einmal in der Touristikinformation in Hudiksvall über die Möglichkeit, entlang der Küste in Richtung Sundsvall zu radeln, informiert. Auch gab man ihr eine Touristikkarte mit, die uns dann auch bestärkte der Küstenlinie zu folgen. Unser Ziel war Gnarp Havsbad Camping, was ungefähr 50 km entfernt lag. Nach ca. 30 km aber war Schluß mit lustig - die Straße endete im Nichts. Nur ein buckliger Trail führte weiter bis zum ca. 3 km entfernten Ort. Glücklicherweise begegneten wir noch einen englischsprechenden Schweden (die gibt es hier immer noch wie Sand am Meer), der uns über die geographischen Gegebenheiten aufklärte. Es half nichts - wir mussten umkehren. Nach einem Seeuntergang die zweitschlimmste Situation die wir uns vorstellen können. Kann sie unseren Zeitplan doch mächtig durcheinanderbringen. An einem nahegelegenen schönen Strand erholten wir uns vom Schreck und genossen die Nachmittagssonne. Der Platz war sehr verlockend zum Nächtigen, aber was man nicht radelt, kommt natürlich am Tag darauf zusätzlich auf das Soll. Und wir wollten uns doch um eine ausgeglichene Etappengestaltung bemühen. Also weiter. Die Landschaft ist auch hier sehr schön, aber unspektakulär. Obwohl wir natürlich den Tribut für die hügeligen Straßen mit unserem Zeitkonto bezahlten, bereuten wir es nicht, die E4 gemieden zu haben. Aber schneller ist man natürlich nur auf ihr. So ist es auch mit den Fahrradwegen, je mehr Genuss man wünscht, umso größer werden die Entfernungen die man zurückzulegen hat. Dank unserer Touristikkarte, wussten wir vom Campingplatz in Mellanfjärden. Der Zeltplatz lag direkt am Hafen und ein Taxifahrer war uns behilflich bei der Anmeldung beim Hafenmeister. Ein Sanitärhaus gab es nicht, doch hatte man alles Notwendige in einem Kaffeehaus eingerichtet. Warum auch nicht. | ||||||||||||
| Tag 12 | Mellanfjärden - Sundsvall (63 km) | 31. Juli 2002 | |||||||||||
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Der Tag begann mit einem Besuch des Heimatmuseums, welches sich gleich neben dem Campingplatz befand und Einblick in die regionale Geschichte, sowie Flora und Fauna bot. Die dann folgende Radlstrecke war recht hügelig. Sophie musste da richtig kräftig mittreten. Ca. 3 km hinter Bäcksand bogen wir nach rechts in eine Straße ein, die es in sich hatte. Loser Schotter auf der gesamten Breite. Nach 1einem km gaben wir auf, zumal eine Autofahrerin uns auf weitere 5 km unter diesen Bedingungen vorbereitete. Das war dann doch zu fett. Wir entschlossen uns, auf dem kürzesten Weg zur E4 zu gelangen. Da kamen wir wenigstens schnell voran und dank des Seitenstreifens war die Weiterfahrt relativ stressfrei. Schon weit vor Sundsvall begannen Radwege und der Strandleden. Ein Genuss so in eine größere Stadt einzufahren. Der Zeltplatz bot nicht gerade die besten Platzbedingungen, man lag irgendwie immer am Hang und demzufolge schräg. Nur dass wir Jakob am nächsten Morgen garantiert in einer Ecke hätten finden können. |
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| Tag 13 | Sundsvall - Härnösand - Vaasa (62 km + Fähre) | 01. August 2002 | |||||||||||
| Wir hatten ganz gut geschlafen. Aber als ruhig kann man den Platz natürlich nicht bewerten, da er neben der E4 liegt. Die 4 km bis zur Stadt folgten wir auf den Strandwegen. Sundsvall selbst ist eine bemerkenswert schöne Stadt und wir machten durch ihr eine Tour. Im Touristikbüro konnten wir dann noch eine - e-mail aufgeben und unsere Überfahrt nach Finnland mit der Gesellschaft Botnia Link buchen. Wie in Schweden üblich gibt es immer besonders gute Angebote zum Lunch - auch in einem Restaurant in der Hauptstraße konnte wir diese Erfahrung machen. Vielleicht hatten wir den Morgen auch deshalb so genossen, weil wir noch gar nicht wussten, wie mühselig die Weiterfahrt werden würde. Bis hinter Timra konnten wir uns auf Nebenstraßen fortbewegen, aber dann mussten wir der E4 folgen. Die Anzahl der Fahrbahnen, die Breite des Randstreifens und die Art der seitlichen Befestigungen änderte sich fortlaufend. Hinzu kamen ein paar kilometerlange Steigungen, nicht steil aber stetig. Dank unserer Rückspiegel konnten wir den Autoverkehr immer beobachten und konzentriert weiterfahren. Aber ein Genuss war das nicht. In Härnösand beschränkten wir uns dann auf den Einkauf, die Fährtickets wurden geholt und bei McD "gespeist". Gegen 23.00 Uhr legten wir dann ab. Unsere Seereise begann. Die Überfahrt auf diesem Frachter mit seinem eigentümlichen Scharm war ruhig. Doch nach Finnland verloren wir noch eine Stunde für die Zeitumstellung und somit war die Nacht recht kurz. Und nur die Kleinen konnten einigermaßen ausschlafen. Dafür waren sie dann auch für den nächsten Tag fit um uns über den Funpark zu schieben. | ![]() |
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| Tag 14 | Vaasa (Ruhetag) | 02. August 2002 | |||||||||||
| Na, ein Ruhetag war das nicht. So´n richtiger Spaßpark ist das Wasalandia, unweit vom Zeltplatz gelegen. Übrigens - der Zeltplatz hat uns sehr gefallen : Hüpfburg, schöner Strand, Sauna, großzügige Küchen, Gasgrill, schönes Terrain, ´ne Mexikanerin und ´n Mexikaner die lecker Tortillas zubereiteten. Der Platz ist sehr zu empfehlen und deshalb blieben wir auch zwei Nächte. | ![]() |
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| Tag 15 | Vaasa (Ruhetag) | 03. August 2002 | |||||||||||
| Ausschlafen, Morgensauna, Schwimmen, Einkaufen, Rumspielen, Sicheinfachhängenlassen. Abends trafen wir noch ein Pärchen aus Holland. Fast die einzigen Radreisenden, die so wie wir unterwegs waren. Also Radfahren wird wohl doch keine Radreiseepedemie auslösen. Sie waren auf dem Weg von Helsinki nach Göteborg. Die Radkarte die sie dabeihatten war excellent. Sehr zu empfehlen. Nur leider hatten wir nicht daran gedacht , das am folgenden Tag Sonntag wäre und natürlich die Geschäfte geschlossen hätten. So würden wir uns eben mit Detailkarten von den Touristikbüros bis zu den Alandinseln hangeln. Und das funktionierte größtenteils auch. | |||||||||||||
| Tag 16 | Vaasa - Tjalax (96 km) | Sonntag 04. August 2002 | |||||||||||
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Zunächst hatten wir uns vorgenommen nur bis nach dem ca. 55 km entfernten Korsnäs zu fahren. Doch die Straßen waren erste Sahne. Das Wetter sowieso. Da waren wir nicht mehr zu stoppen. Obwohl wir die meiste Zeit am Wasser fuhren, konnten wir nicht viel vom Meer erblicken. Finnland hat auch hier dichte Wälder. Da ist auch mit Wildcampen nicht viel zu machen. Aber das hatten wir ja auch nur vor in der größten Not. Kurz vor Närpes bemerkten wir ein Hinweisschild, das auf einen von der Hauptstraße 7 km entfernt gelegenen Campingplatz verwies. Der war auf keiner Karte verzeichnet. Umso größer war die Überraschung als wir nach unserer Ankunft erst einmal den Saunaofen anfeuern durften. Nach solcher Etappe ein wahrer Hochgenuss. Natürlich mit Abkühlung im kühlen Wasser der Schären. Als große "Abwechslung" gab es dann Würstchen am Lagerfeuer. Ein toller Tag ging zur Neige - um 23.00 Uhr. | ![]() |
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| Tag 17 | Tjalax - Kristinestad (45 km) | 05. August 2002 | |||||||||||
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| Ein holländisches Paar versorgte uns mit Detailinformationen. So fanden wir leicht den Weg Richtung Kaskö, der uns weitestgehend am Ufer entlang und fernab der Fernverkehrsstraße führte. Die ersten 15 km waren wirklich schön, weil man den Blick auf die Schärenwelt genießen konnte. Kristinestad ist ebenfalls ein netter Ort und nachdem wir unser Zeltlager errichtet hatten, machten wir eine Spazierfahrt durch den Ort und besuchten die Windmühle. Zu diesem Zweck hat dann Jakob reichlich die Gelegenheit genutzt auf dem Pino vorne zu sitzen. Sophie wiederum hatte nichts dagegen im Anhänger Platz zu nehmen. So gab es nie Streit, wer denn wo auf dem Pino sitzen dufte. | |||||||||||||
| Tag 18 | Kristinestad - Merikarvia (77 km) | 06. August 2002 | |||||||||||
| Wir verließen Kristinestad über eine leicht hügelige Straße in Richtung Sanden. Ca. 8 km mussten wir danach auf der Straße 8 bleiben, um dann wieder in eine Nebenstraße, hier die Straße 660 einzubiegen. Auf dem Weg wurden wir noch einen Fabrikverkauf für Regenbekleidung gewahr. Da wir ja schon über 2 Wochen sonniges Wetter hatten und wir Petrus nicht trauten, legen wir uns für die Kinder noch Regenbekleidung zu. Wie sich herausstellen würde war das zumindest für den urlaub eine totale Fehlinvestition. | |||||||||||||
| Tag 19 | Merikarvia - Yyteri (bei Pori ) (56 km) | 07. August 2002 | |||||||||||
| Der Morgen war nicht gerade idyllisch. Unweit vom Zeltplatz arbeitete eine Steinmühle. Die Tour verlief wie jede der letzten Tage ruhig und sehr warm. Deshalb beschlossen wir diesen schönen weißen Strand zu genießen und eine Nacht länger auf dem Zeltplatz zu bleiben, denn der befand sich gleich neben dem goldenen Strand. | ![]() |
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| Tag 20 | Yyteri (Ruhetag) | 08. August 2002 | |||||||||||
| Na ja, ein Tag wie am Ballermann, nur dass der Sangria fehlte. Da gibt es nicht viel interessantes zu berichten. | |||||||||||||
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| Tag 21 | Yyteri (bei Pori) - Rauma (52 km) | 09. August 2002 | |||||||||||
| Die ca. 15 km bis Pori konnten wir bequem auf einem Fahrradweg neben der Hauptstraße fahren. Danach ging es auf Nebenstraßen Richtung Luvia. Nur ab Höhe Viasvesi mussten wir die ca. 8 km auf teilweise unbefestigter Straße fahren. Das war aber für unsere Tour eigentlich schon die Ausnahme. In Luvia haben wir wieder auf einem Spielplatz Pause gemacht, der wie so oft sich neben der alten Kirche befand. Da wir dann doch keine Lust mehr hatten den zwar beruhigten, aber wesentlich längeren Weg zu folgen, ging es geradewegs zur Fernverkehrsstraße. Auf ihr zu fahren war aber völlig unproblematisch. | ![]() |
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| Tag 22 | Rauma - Uusikaupunki (55 km) | 10. August 2002 | |||||||||||
| Ein wenig mussten wir stadtauswärts der Fernverkehrsstraße folgen. Hätten wir aber eine bessere Fahrradkarte gehabt, wären wir aber der parallelen Nebenstraße gefolgt. Bei Unaja bogen wir dann in die Nebenstraße 196 in Richtung Reila ein. | |||||||||||||
| Tag 23 | Uusikaupunki - Kustavi (53 km) | Sonntag 11. August 2002 | |||||||||||
| Es war Sonntag. Oh Schreck, wir hatten einfach vergessen, dass im Gegensatz zu Schweden in Finnland die Geschäfte am Sonntag geschlossen hatten. Denn wir wussten, dass die Lebensmittel auf den Alandinseln bedeutend teurer sein sollten und deshalb wollten wir vorher noch genügend einkaufen. Aber an jenem Sonntag trat wohl ein neues Ladenschlussgesetz in Kraft und somit waren ab 12 Uhr die Supermärkte wieder geöffnet. Natürlich kamen wir spät weg, da wir noch ein nettes Gespräch mit Tapio aus Tampere hatten. Im Weiteren war die Strecke schön aber unspektakulär. Nicht so wie in Norwegen wo sich nach ca. 3 - 4 Stunden Aufwärtsfahrt (oder Aufwärtsschieb ?) der Vorhang hebt für einen weiteren Monumentalfilm. Dann ist der Hochgenuss über diesen Anblick über die Weite der Fjordlandschaft nicht mehr zu beschreiben. Aber begeistert mal ein 6 jähriges Kind von solch einer Bergtour. Das ist sehr sehr schwer. Insofern waren die geografischen Gegebenheiten für unsere Familienradtour Nummer 7 nahezu ideal. Für unseren Freund Jeff wäre das zu aber zu langweilig. Na klar, wenn er mit dem Mountainbike um den Mount Everest rumradelt, dabei aber eher 90 Prozent der Tour sein Fahrrad trägt. Das ist mit einer Familie nicht zu machen. In Lokalahti machten wir wieder auf einem Spielplatz Rast. Denn für die Bewegung der Kinder muss genügend gesorgt werden, besonders für Jakob(2). In Kustavi angekommen nahmen wir natürlich die Sauna in Anspruch. Allein für diesen Genuss nach den physischen Anstrengungen lohnt sich eine Radtour in Finnland. Und überhaupt war das Fahren auf den Straßen sehr angenehm : sehr wenig Verkehr, gute Straßen, nur leichte Hügel. | |||||||||||||
| Tag 24 | Kustavi - Lappo (52 km) | 12. August 2002 | |||||||||||
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Wir hatten nur einen festen Termin für diesen Tag : die Fähre der Alandstrafiken von Osnäs, die um 13.55 Uhr ablegen sollte. Vom Zeltplatz bis zur ersten Fähre waren es ca. 3 km. Alle halbe Stunde fuhr hier eine Fähre ab. Die Entfernung bis zum Hafen von Osnäs war ca. 11 km und so hatten wir recht viel Zeit auf die Fähre zu warten. Leider gab es keinen Badestrand, denn die Schären bestehen meist aus Felsen und da gibt es nicht sehr viele Strände und verbaut mit lauter Sommerresidenzen ist eh schon alles. Nach 35 Minuten Überfahrt zur Inseln Brändö konnten wir dann endlich weiterfahren. Die ca. 27 km sind wirklich so wie man sich es vorstellt : über kleine Brücken oder Dämme durch Wälder, über Felsen an Fischerorten vorbei. Zum Baden gab es eine schöne Stelle, die wir bei der Hitze auch ausgiebig nutzten. Da abends um 19.00 Uhr noch eine kleine Fähre nach Lappo fuhr, entschlossen wir uns diese zu nehmen und nicht die um 21.00 Uhr nach Kumlinge. Denn so richtig wussten wir noch nicht, wo wir denn unser Haupt niederlegen sollten. Auf Lappo gab es eine Pension. Doch wie sich herausstellte, waren die Ferien in Finnland schon zu ende und damit die Urlaubssaison. Und obwohl es noch sehr sehr sommerlich war, strahlte der Ort eher was Verschlafenes, Herbstliches aus. So konnten wir niemanden begegnen in der Pension, der uns über das Verfahren der Zimmeranmietung aufklären konnte. So fuhren wir zum Hafen zurück und baten den Hafenmeister um Zeltnächtigung direkt am Strändchen. Wir durften natürlich bleiben. Zum Abschluss des Abends waren wir noch Gäste auf einer finnischen Yacht auf der sich Jakob auch prompt eine Beule holte. Im Zelt blieb er immer beulenfrei. Schon deswegen bevorzugen wir Campingurlaub. | ||||||||||||
| Tag 25 | Lappo - Föglö (35 km) | 13. August 2002 | |||||||||||
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Schon um 08.20 Uhr legte die Fähre nach Kumlinge ab. Duschen usw. konnten wir uns vorher im Hafen. Auf Kumlinge war es dann ganz still. Denn die Saison war vorbei und nur kurz nach dem Anlegen der Fähre fuhren ein paar Autos auf der Straße. Die Mittagspause machten wir an einem Strand. Hier wurden wir eines gewahr, was das finnische Ehepaar tags zufuhr auf ihrer Yacht uns sagten : durch die enorme Verschmutzung der Ostsee und die hohen Temperaturen bildeten sich zu viele Algen, worunter die Wasserqualität stark leidete. Und Fische konnte man auch kaum noch angeln. Die hatten sich in größere Tiefen zurückgezogen. Um 14.00 Uhr fuhr die Fähre von der Insel Kumlinge ab und nach einer Stunde legten wir in Överö an. Die Fährfahrt war auch diesmal wieder ein Erlebnis für die Augen. Die Schärenwelt ist wirklich eine Naturschönheit. Zum Campingplatz waren es ca. 8 km. Wir waren fast die einzigen auf dem Platz, obwohl es an Komfort nicht fehlte. Und an den Spielplatz würde sich Sophie noch lange erinnern. | ||||||||||||
| Tag 26 | Föglö - Mariahamn | 14. August 2002 | |||||||||||
| Zügig waren wir in Dergby, wo die Fähre zur Hauptinsel ablegte. Am Supermarkt begegneten wir Reijo aus Helsinki, der wie so viele sich sehr für unser Pino Blaubeere interessierte. Glücklicherweise hatte er auch seine Nikon dabei und so gibt es nun doch ein paar Bilder live von der Tour. Wir bedanken uns nochmals bei Reijo auf diesem Wege. Denn auch wenn alle Bilder unauslöschbar im Kopf gespeichert sind, bleiben sie gerade für die Kinder eine schöne Erinnerung. Nach der Überfahrt waren es noch ca. 30 km bis zum Zeltplatz in Mariehamn. Die Straße war erste Sahne, aber es gab keine extra Fahrradwege, sondern einen mal breiten mal schmalen Randstreifen. Jedenfalls in diesem Abschnitt. Das sollte man wissen, wenn man gerade mit alleinradelnden Kindern unterwegs ist. Insofern ist es für uns schwierig die Alandinseln als reines Radelparadies zu preisen. Hinzu kam, dass die Saison schon vorbei war und die Fahrradfähren fast ihren Dienst eingestellt hatten. Aber für den Abschluss unserer Tour waren die Alandinseln eine gute Wahl. Zwei Wochen könnten wir aber nicht hier rumradeln. Für 12 Euro hatten wir uns dann noch abends einen Kajak für eine Stunde gemietet, was völlig ausreichend war, um die Vogelinsel und den Hafen paddelnd zu besichtigen. | |||||||||||||
| Tag 27 | Mariehamn | 15. August 2002 | |||||||||||
| Eigentlich war ja die Tour schon zu ende. Wir hatten uns entschlossen nicht mehr die Strecke von Grisslehamn nach Stockholm zu radeln. Das hätte noch ein paar Tage in Anspruch genommen und die Fährfahrt nach Stockholm bot sich als schöner Abschluss an. So genossen wir diesen Tag mit dem Besuch des Schiffsmuseums "Die Pommern" und beim Italiener. Die Pizzeria war ebenso preiswert und gut wie hier in Deutschland. | |||||||||||||
| Tag 28 | Mariehamn - Stockholm (Fähre ) | 16. August 2002 | |||||||||||
| Da wir erst gegen 14.30 Uhr mit der Fähre ablegen würden, konnten wir den Morgen ganz ruhig angehen lassen. Wir machten noch einen Abstecher in die Bibliothek, um die Übermittlung der Flaschenpost per e-mail zu überprüfen. Auch hatten wir schon einen negativen Bescheid von der Jugendherberge der Chapman aus Stockholm. Na ja, wir machten uns wegen der Unterkunft noch nicht heiß, schließlich gab es ja noch andere Unterkunftsmöglichkeiten. Die Überfahrt mit der Amorella der Viking Line von Mariehamn nach Stockholm, war wie eine grandiose Seereise. Während der fast 6-stündigen Fahrt fuhren wir an so vielen Inseln, an hunderten Schiffen und Bötchen vorbei. Und wie zur Begrüßung all der Gäste stiegen 11 Heißluftballons in das Abendblau auf und wirkten noch beruhigende auf diese pulsierende Stadt. Gegen 19.00 Uhr fuhren wir in den Hafen von Stockholm ein. Sogleich fuhren wir zur Jugendherberge. Aber wir mussten feststellen, dass wir hätten doch besser ein halbes Jahr im voraus ein Zimmer bestellen sollen. So radelten wir genüsslich durch die Stadt Richtung Sommercamping. Der aber war seit ein paar Tagen bereits geschlossen. So´n Pech aber auch. Nun hatten wir ein echtes Problem. Wo jetzt übernachten ? Wir entschieden uns für den Solna Camping. Der ca. 10 km lange Weg war recht wirr, doch man half uns und Jungs begleiteten uns bis dorthin. Es war schon dunkel und Platz für ein Zelt gab es eigentlich keinen. Ein Radlerpärchen aus Polen klärte uns dann erst einmal über die Gegebenheiten auf und wir zelteten auf dem Spielplatz. | |||||||||||||
| Tag 29 | Stockholm - Vaxholm (30 km) | 17. August 2002 | |||||||||||
| Mann - war das eine Nacht. Wir zelteten quasi neben der Autobahn. Die Wohnwagen wirkten etwas vermodert und insgesamt war der Campingplatz sehr eigentümlich, absolut runtergekommen. Nichts wie weg, sagten wir uns. Den Tag verbrachten wir in Stockholm - eine Stadt im 750-sten Jahr - überall was los. Aber ich glaube, wir waren durch unsere Tour schon zu sehr vom Trubel entwöhnt und so beschränkten wir uns auf die Besichtigung des legendären königlichen Schiffes "Vasa". Und das war wirklich ein tolles Erlebnis, besonders natürlich für Sophie. Um 18.00 Uhr fuhren wir dann mit dem Schiff nach Vaxholm zu dem Campingplatz, wo wir unsere erste Nacht auf der Radtour verbrachten. | |||||||||||||
| Tag 30 |
Vaxholm - Dieters
Ranch bei Stavsnäs
(30 km östlich von Stockholm) 38 km |
Sonntag 18. August 2002 | |||||||||||
| Obwohl wir exakt die gleiche Strecke zurückfuhren wie am ersten Tag der Tour, war es doch nicht langweilig. Vieles sah jetzt schon durch den reziproken Blickwinkel anders aus und irgendwie überkam uns ein leichtes Heimatgefühl. Das konnten dann nur noch die Autofahrer vermiesen, mit ihrem Stinkefinger, die nervös herumirrten und gestresst gen Heimat oder einem letztem Ereignis zusteuerten. Am nächsten Tag sollte die Schule wieder beginnen. Insofern war der letzte Tag nicht gerade der krönende Abschluss, aber wir waren auch glücklich, als wir mit unseren Schiffen an Dieters Ranch anlegten. | |||||||||||||
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last updated: Saturday, 19. May 2007 |
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