2003

Tour 8

Familienradtour - 4 von 4unterwegs

Tour de Apfelblüte

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 Tourbericht

Schlei (bei Mals) - Meran - Bozen - Trento - Garda - Verona - Vicenza - Padova - Venedig - Padova (500 km)

13.04. - 24.04. 2003

     
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Wettersatellitenfoto
     
Vorbereitung  Schleis (bei Mals) 12.04.03
nach oben - to the top  Anfahrt mit dem PKW, eine Übernachtung zum Ausruhen Gasthaus
     
     
Etappe 1  Schleis (bei Mals )(1064 m) - Meran (342 m) (66 km) Sonntag 13.04.03

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Mals, Glurns, Schluderns, Prad, Laas, Schlanders, Latsch, Kastelbell, Tschars, Naturns

 
  Es war wie wir es vermuteten. Stetig ging es bergab, meist durch Obstplantagen auf meist asphaltierten Straßen und Radwegen. Nur selten fuhren wir auf Schotterwegen. Und selten auch mussten wir eine Steigung überwinden. Die Landschaft für sich war sowieso ein Erlebnis. Man kann die Etappe gut und gerne auch auf mehrere Tage verteilen. Es gibt viel zu sehen: natürlich das Ortlergebirge, Burgen, Kloster, Weinberge. Aber unsere Kinder interessierten sich mehr für Spielplätze und Wildwasser. Und da Venedig unser Tourenziel war, mussten wir natürlich auch unser Etappenziel im Auge behalten. Deshalb werdet ihr keine langen Beschreibungen zu einzelnen Orten hier finden, denn die findet man besser in professionell gemachten Reiseführern oder auf den Webseiten der einzelnen Orte. Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter. Der Radweg war relativ gut ausgeschildert, besser orientiert man sich an dem Dreizack der auf den Aufklebern entlang des Weges ist und den Via Claudia Augusta kennzeichnet. Wir fanden in Algund eine Anzeigetafel über die möglichen Nächtigungen im Ort. Schnell entschieden wir uns für eine Übernachtung in einer Pension, denn eine Information über einen Zeltplatz in Meran gab es in dem Radtourenbuch nicht. Auch keine Information sollte hier eine Fehlinformation sein. Bild vergößern - zoom in

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Etappe 2

Meran - Bozen - Kalterer See (62 km) (Summe 128 km)

Mo 14.04.03

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  Meran verließen wir über die westliche Landstraße Richtung Lana. Da auf der Karte viele Steigungen auf der Radroute eingezeichnet waren und die Landstraße doch relativ verkehrsarm war, mieden wir den Radweg und folgten der Landstraße. So blieben wir auf dieser etwas hügeligen Straße, was doch etwas unseren km-Durchschnitt drückte. Andererseits bot  sich von hier oben ein sehr schöner Ausblick über das Etschtal. Obwohl jede Stadt für sich ganz sicher ein Besuch Wert war, verzichteten wir auch hier auf eine Besichtigung. Denn das kostet immer sehr sehr viel Zeit. Der Radweg von Bozen bis Aue war wieder mal erste Sahne und nicht zufällig tummelten sich Dutzende von Radfahrern, meist Rennradfahrern in tollen Trikots, passend zu den Felgen und den Bremshebeln.  
     
Etappe 3

Kalterer See - Trento - Mattarello (62 km) (207 km)

Di 15.04.03

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  An diesem Tag erwartete uns ein richtiges Abenteuer. Und das nur einen Steinwurf von der modernen Zivilisation entfernt. Doch dazu später. Wir waren ganz glücklich die Nacht überstanden zu haben. Der Zeltplatz ist nicht zu empfehlen. Man campt direkt neben der Straße, getrennt von einer Bretterwand. Der Spielplatz irgendwo hinter den Sanitärgebäuden, neben der Gasanlage und der Fäkalienablassstation. Das war nichts für uns. Die ersten ca 15 km fuhren wir über die Dörfer Tramin, Kurtatsch, Margreid und Kurtinig.  Auch wenn wir auf der teilweise hügligen Landstraße fuhren, genossen wir den Blick auf das Etschtal, fernab der Autobahn. Bei Kurtinig fuhren wir wieder auf den hier ausgezeichnet preparierten Radweg. Zuvor mussten wir aber erst einmal einen dumme Schikane passieren. Wir mussten feststellen, dass die Autobahn doch nicht solchen Lärm verursachte wie wir es vermuteten. Das war aber ganz subjektiv und sicher auch vom Wind abhängig. Südlich von Grumo mussten wir wegen Bauarbeiten an dem Radweg denselbigen verlassen und entschieden uns westlich der Etsch zu bleiben, um eine weiträumige Umfahrung des Industriegebietes bei Lavis zu vermeiden. Das war die Fehlentscheidung des Tages. Die gestrichelte Linie in dem Tourenführer südlich von Zambana Vacchia ließ zwar keine besonders guten Straßenverhältnisse erwarten, aber nicht die Unwegbarkeiten die nun vor uns lagen. Aus der Straße wurde ein Weg, Aus dem Weg eine Geröllhalde. Aus der Geröllhalde eine Mülldeponie mit Zaun. Wäre diese Route nicht als Alternative aufgeführt, wir hätten sie auch nicht gewählt. Und da die Deponie ja ein abgeschlossenes und verschlossenes Industriegelände war , bleibt zu fragen, wie man überhaupt auf den Gedanken kommen konnte, solche Straße als Route mit aufzuführen. Bild vergrößern - zoom in

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Etappe 4 

Mattarello - Rovereto - Malcesine (50 km) (265 km)

Mi 16.04.03

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Wetter Gardasee
  Die ersten Kilometer mussten wir auf der Fernverkehrsstraße fahren. Kein Genuss, aber auch nicht soo stressig, da meist ein Randstreifen vorhanden war. In Rovereto entschieden wir uns direkt nach Torbole am  Gardasee zu fahren, obwohl wir keinerlei Informationen im Tourenführer vorfanden. Wir waren geradezu erstaunt, als wir einen sehr guten Radweg vorfanden, der uns von der Straße fernhielt. Das hatten wir nicht im geringsten vermutet. Abgesehen von den ersten 2 km und kurz vor der Passhöhe gab es kaum größere Steigungen. Wir können das sehr empfehlen. In Tobole machten wir erst einmal Rast. Der Anblick der umliegenden Berge war einfach umwerfend. Wir hatten keine genaue Ahnung über den Straßenzustand in Richtung Malcesine, doch wussten wir, dass es auf jeden Fall besser wäre am Ostufer entlang zu fahren. Also es war für uns kein Problem bis Malcesine zu gelangen. Wir sorgten aber auch für ausreichend Licht an unseren Rädern in den Tunneln.  Bild vergrößern - zoom in

     
Ruhetag Malcesine - Lazise (mit dem Schiff) Do 17.04.03

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Das einzige an diesem Tag verkehrende Fährschiff legte um 16.55 Uhr ab. Die Fahrt brachte drei Vorteile: das Meiden der Küstenstraße mit dem Fahrrad zu fahren, den genussvollen Ausklang unseres Ruhetages und Schaffung einer guten Ausgangsposition für die nächste Etappe.

 

 

 
Etappe 5 Lazise - Verona (40 km) (305 km) Fr 18.04.03

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Die Entfernung war echt gering für diesen Tag, doch es ist kein Problem im bergigen Gelände den Tag zu verbringen. Bis Verona war es leicht hügelig, aber auf den Straßen gut zu fahren. nach der Stadtbesichtigung ging es zunächst zum Stadtcamping stramm berauf. Doch zu allem Verdruss war er noch nicht geöffnet und wir überlegten lange unsere Entscheidung für die kommende Nächtigung. So fuhren wir ca 10 km zum Camping Romeo und Julia wieder zurück Richtung Lazise. In Anbetracht der Situation war das wohl die bessere Entscheidung als abends stadtauswärts noch auf unbekannten Terrain eine Pension zu suchen. 

 

     
     
Etappe 6 Verona - Vicenza (69 km) (370km) Sa 19.04.03

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  Heute war der schrecklichste Tag. Erst einmal brauchten wir lange, um durch Verona zu kommen. Dabei hielten wir uns größtenteils an den Radführer. Wir beschlossen auf der Fernverkehrsstraße zu bleiben, auch wenn es nicht gerade der ideale Ort zum Radfahren war. Aber die Radfahrroute des Tourenführers wies hunderte von Höhenmetern auf und das drückt dann mächtig auf den Tagesdurchschnitt. Es regnete ein wenig und wir hatten Gegenwind. Zu allem Unglück befand sich der Campingplatz 10 km östlich der Stadt und war nur über eine Autostraße zu erreichen. Genauere Ausschilderungen für Radfahrer gab es keine. So kamen wir erst spät an.
     
Etappe 7 Vicenza -  Montegrotto (40 km) (410 km) Sonntag 20.04.03

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     Da wir ja schon nahe an Padova waren beschlossen wir, nicht wieder zurück zu fahren, um nach Bassano de Grappa zu radeln. Es ging über ruhige Landstraßen direkt nach Abano. Wir folgten fast ausschließlich der Routenmarkierung der Via Claudia Augusta. Nach der vorherigen Etappe war diese geradezu erholsam. Nachmittags kamen wir dann auf dem Campingplatz Sporting Center in Montegrotto an. Die Campingfreunde waren hier uns gegenüber sehr aufgeschlossen. Das lag vielleicht auch an der heilsamen Wirkung der Thermalquelle gleich am Campingplatz. Sogleich wurden Aufnahmen von und mit unserem Pino Brombeere gemacht, denn solch ein Gefährt sieht man nicht alle Tage. Der Campingplatz war sehr schön, wenn auch nicht gerade billig. Das lag sicher auch an der Therme.  
     
Ruhetag Montegrotto  Mo 21.04.03

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Diesen Ostermontag hatten wir als  Ruhetag eingeplant und Autorückführung. Das passte alles. Es regnete und Nelly und Max aus Zürich traten die Heimreise mit ihrem Wohnmobil an. Und Rainer durfte mitfahren und ersparte sich die Umsteigerei mit der Bahn. Um Padova ging es erst mal über Irrwegen. So ist es, wenn man den Ausschilderungen vertraut. Das hat mindestens 1 Stunde mehr Zeit in Anspruch genommen. Nelly und Max entschlossen sich , doch nicht direkt zum Brenner zu fahren und brachten Rainer nach Meran zum Busbahnhof. Zehn Minuten später um 16.40 Uhr fuhr dann der Bus. und um 23 Uhr war das Auto in Montegrotto. Dafür möchten wir uns bei den beiden Schweizern recht herzlich bedanken.

 
     
Etappe 8 Montegrotto  - Fusina  Di 22.04.03

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Wir hatten das Auto auf dem Parkplatz neben dem Campingplatz Sporting Center "Terme" abgestellt. Das war problemlos. Wir wählten die Strecke nach Fusina so, dass wir südlich des Radweges blieben und folgten den Landstraßen. Hier wurde erneut ein Nachteil des Radtourenbuches von Esterbauer offensichtlich. Wollte man nur ein wenig anders als die gekennzeichnete Tour fahren, hatte man schon keinen Kartenausschnitt zur Planung mehr zur Verfügung. Radfahrer aus Regensburg liehen uns ihre Karte, so dass wir wenigstens grob wussten, über welche Dörfer uns der Weg führen würde. Die Landschaft war flach, die Straßen teilweise schmal, aber trotzdem stark befahren. 

     
Ruhetag Venedig -  (55 km) (465 km) Mo 21.04.03

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Wir hatten schlecht geschlafen. Nachts wurde ein riesiges Frachtschiff von Schleppern in den Industriehafen von Mestre reingezogen. Die Schlepper taten sich sehr schwer und stöhnten lautstark. Den Morgen genossen wir umso mehr mit Blick auf die Lagunenstadt Venedig. Mit dem Shuttleboot, welches jede Stunde abfährt, erreichten wir nach einer halben Stunde Venedig. Zu Venedig müssen wir hier nichts sagen. Natürlich hat sich das Ziel gelohnt. Und Sophie mit dem Einrad war neben der Stadt die zweite Attraktion und das nicht nur auf dem Marcusplatz.

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Etappe 10 Fusina - Padova - Montegrotto (500 km) Mi 23.04.03

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Zurück nach Montegrotto folgten wir fast ausschließlich dem ausgewiesenen Radweg, meist entlang der Brenta. Das war auch erholsamer als zwei Tage zuvor, als wir uns den Weg nach Fusina mühevoll bahnten. Der Radweg war gut ausgeschildert. Manchmal fuhren wir natürlich auch auf ganz normalen Straßen, die aber nicht sehr stark befahren waren oder auf dem Deich der Brenta, dann auch auf Schotter. Die gesamte Strecke war flach ohne Steigungen. Padova selbst war ein sehr schöner Abschluss für unsere Tour, denn schließlich ist die Stadt genauso sehenswert wie Verona, Vicenza oder Venedig. Natürlich war unsere Stadtbesichtigung recht oberflächlich. Das ist immer das Dilemma, wenn man mit so viel Gepäck und den Kindern unterwegs ist. Aber man gewinnt genug Eindrücke, die als Anregung dienen, mehr über Kunst, Geschichte und Kultur zu erfahren.

     
     
     
  Fazit :  
     

     

   
 

Eine schöne Tour die man konsequenterweise bis Verona fast ausschließlich auf asphaltierten Radwegen hätte machen können. Von Verona bis Vizenca hätten wir vielleicht einen Tag länger gebraucht, hätten wir die Route des Tourenführers genutzt. Was uns störte waren die lauten Zeltplätze, nicht durch laute Mitbewohner bedingt, sondern durch den modernen Zivilisationslärm. Wir verstehen jetzt die Proteste gegen den zunehmenden Alpentransitverkehr.

 
     
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trans10.gif (65 Byte)© Mausi&4unterwegs zuletzt aktualisiert: Saturday, 19. May 2007 trans10.gif (65 Byte) trans10.gif (65 Byte)
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