2003

Tour 8,5

Familienfahrradtour - 2 von 4unterwegs

Tour de F(l)ussi

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Tourbericht

Eine komplette Flusstour von Reichling nach Düsseldorf

25.04. - 17.04. 2003

     
Zu Hallo Tour 8,5    
 

Tourbericht in Arbeit 

 
     
Flüsse Streckenverlauf Entfernung
  Feldafing - Reichling  55 km
Lech Reichling - Augsburg  115 km
Paar Augsburg - (Ehekirchen) 115 km
Donau  - Ingolstadt 26 km
Schutter  - Wellheim - Dollnstein 23 km
Altmühl + Dollnstein - Herrieden  132 km
Tauber Rothenburg o.d.T - Wertheim 100 km
Main + Wertheim  - Mainz 180 km
Rhein Mainz - Düsseldorf 250 km
     
 

Der Tourbericht ist noch in Arbeit - daher nicht fehlerfrei !!!

Wettersatellitenfoto
     
Vorbereitung  Feldafing  
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  Wie geplant fuhren wir mit dem Auto (unsere Fahrräder auf dem Kupplungsträger) von Venedig nach Feldafing (ca. 500 km). Am Samstag wurde alles für die Tour 8,5 vorbereitet. Probleme machte noch das viele Gepäck, denn wir wollten auch die Campingausrüstung mitnehmen. Unabhängigkeit war uns wichtig. In Feldafing gab es einen Fahrradladen, der auch den BOB Yak-Anhänger führte. Damit hatten wir schon geliebäugelt. Doch zum Glück stellten wir fest, dass an das Pino noch zwei weitere Taschen an die Lowrider passten. Damit hatten wir nicht gerechnet. Jetzt war das Pino beladen mit 6 Ortliebtaschen (4 große und 2 kleinere), dem Zelt und einem Packsack. Und ohne Anhänger hatten wir weniger Rollwiderstand und natürlich war das Gefährt nicht zu lang. Und 400 Euro hatten wir auch gespart.  
     
Etappe 1  Feldafing - Reichling (45 km) Sonntag 27.04.03

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Karte vergrößern - zoom in Die Tour begann mit einem Abschied. Abschied von Fussi (meine liebe Schwester) und Mama (meine liebe Mama), die gemeinsam mit uns auf der Tour 8 von Marls nach Venedig (500 km) waren. Nun waren wir gut trainiert für die erste Etappe. Das mussten wir auch sein, denn vom Starnberger See nach Reichling ging es erst einmal übers bergige Land - Oberland. Bayrisches Oberland hieß diese Landschaft, wie wir annehmen mussten, da wir „Radio Oberland“ hörten. Da wir jetzt ohne Anhänger unterwegs waren, hatten wir jetzt weniger Rollwiderstand, aber nicht weniger Gepäck. Wir hatten herausgefunden, dass man an den Lowrider insgesamt 4 Taschen anbringen konnte. Das Pino war echt schwer beladen. Wir nahmen auch Abschied von unseren Freunden in Feldafing. Wir 2 von 4unterwegs fuhren gegen 11.00 Uhr los. Der Weg führte uns direkt nach Traubing, von wo wir der Bundesstrasse 2 bis Pähl folgten. Die ersten Kilometer waren schon eine echte Bewährungsprobe für das Material und für Vadder. Zumal auf der Suche nach dem optimalen Weg wir uns im Forst von Wessobrunn jämmerlich verirrten. Frage nie Endurofahrer im Wald nach dem rechten Weg. Denn jener war natürlich gespickt mit Leckereien á la 10 % Steigung und dies auf Waldwegen. Und als wir nach 1 - 2 Stunden die Antennen der Satellitenfunkstelle von Raising erneut erblickten, warf ich Vadder schnell einen Beißring zu, damit das Fahrrad keinen Schaden nahm. Untrainiert sähen wir alt aus. In Reichling begrüßte uns Friederike und ihre Familie. Ich hatte mich gleich sauwohl gefühlt, vielleicht auch weil ich auf einem richtigen Traktor sitzen durfte. Und anstelle einer Holzeisenbahn konnte ich mit einer Schubkarre spielen. Ein liebes Dankeschön nach Reichling . 

Jakob der Frosch von 2 von 4unterwegs.

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Etappe 2 

Reichling - Haunstetten  (50 km)

Mo 28.04.03

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Landsberg (C)

Karte vergrößern - zoom in Mann - waren wir schnell. Gegen 12.00 Uhr hatten wir schon 45 km. Und das obwohl wir noch ein wenig durch Landsberg am Lech bummelten. Hinter Kaufering verließen wir den ROSTR-Radweg, da er doch mehr Steigungen und einen Schotterweg aufwies. Auf ruhiger Landstraße ging es dann schnell und mit der Sonne und den phantastischen Alpen im Rücken nach Haunstetten. Die Landschaft, das Wetter waren einfach schön. Wir hatten Glück. Anna Christa war schon da und, oh welch ein Segen, eine Schubkarre. Später tingelten wir auf 20 km noch in der Gegend rum - auf dem Tandem. Abends kam dann Werner von der Arbeit und durfte auch mal mit seiner Tochter Anna auf dem Pino fahren. Werner hat aber schon zwei Tandems, aber bald drei Kinder. Grübel - wie kriegt man das Dritte jetzt auf Tour. Wir wissen es. 

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Etappe 3

Haunstetten - Augsburg - Ehekirchen (65 km)

Di 29.04.03

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Karte vergrößern - zoom in Wir hatten viel Zeit an diesem Tag, denn Angelika würde erst abends zu Hause sein. So machten wir erst mal einen ausgiebigen Bummel durch Augsburg. Die Leute (auch Touristen) staunten mächtig, als sie das beladene Tandem sahen und überlegten, welch ein gewaltiger Riese dieses Gefährt wohl bewegen würde. Sie schauten immer nach oben. Mittlerweile war Vadder wieder am Rad und als sie ihn sahen staunten sie noch mehr. Na und als die mich erst mal sahen, da waren sie ganz platt. Ich kleiner Frosch saß ja vorne und wer beim Tandem vorne sitzt, ist ja auch der Käpt´n.  Aber ich glaube Vadder hatte kein Problem damit. Von Augsburg ging es über Friedberg die Paar entlang. Das Wetter war aprilisch. Just als es anfing zu regnen, kamen wir an einem ausgedienten Vogelhäuschen vorbei. Jetzt saßen wir zwei Vögelchen davor und es gab Pellkartoffeln mit Fleisch und Frischkäse. Hinter Taiting begann ein wunderbarer Radweg und schnell waren wir in Aichach. Nach einem Telefonat stellten wir fest, dass Angelika ganz in unserer Nähe von der Arbeit unterwegs war und in Ichenhofen trafen wir uns zwecks Gepäckübergabe. Die restlichen 18 km auf dem Spargelradweg waren wir so schnell, dass bei unserer Ankunft die Nudeln immer noch nicht fertig waren. Na ja, dass konnte doch keiner ahnen. Jetzt sitzen wir in der Wanne und ich rutsche auf Papa´s Bauch runter. Juhuuuuuu !!!!! Das muss ich doch noch ausnutzen. Wer weiß, vielleicht ist ja nach der Tour nüscht mehr dran.

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Etappe 4 

Ehekirchen - Dünzlau (Ingolstadt ) (45 km)

Mi 30.04.03

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Rohrenfels 7 - Neuburg a.d. Donau (C) 7 - Joshofen 4 - Dünzlau 12

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Karte vergrößern - zoom in Es ging Richtung Donau – irgendwie - nur nicht zu schnell. Denn die eigentliche geplante Entfernung für diese Etappe waren 30 km. Bannig wenig. So machten wir einen Umweg über Burgheim. 2 km vor Neuburg a.d.D. trafen wir auf die schöne Donau und es war Mittagsrast. Da Neuburg an der Donau auch eine neue Burg hat, hatten wir uns die auch angesehen. So´n büschen. Denn ehrlich gesagt interessierten mich Burgen und Museen nicht so sehr, vielmehr die Spielplätze drum herum. Und davon wollte ich mehr. Obwohl der auf der Karte ausgewiesene Donauradweg südlich der Donau führte, fuhren wir auf dem nördlichen Deich. Das war wunderbar, denn so hatten wir bis Bergheim einen wunderbaren Blick auf den Fluss. Kurz nach unserer Ankunft in Dünzlau begann es zu regnen. Das sollte uns nicht mehr stören. Und da Johann DREI verschiedene Schubkarren hatte und 5 indische Enten, musste ich noch mal raus zum Spielen – trotz Regen. Aber ich hatte ja meinen Gummianzug an. Abends saßen wir zusammen mit Johann und seiner Tochter Anna bei Spargel und Bier und Saft. Mann - war das was von lecker. 

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Etappe 5 Dünzlau - Treuchtlingen - Gunzenhausen (90 km) Do 01.04.03

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Nassenfels - Meilenhofen  - Wellheim (N)() - Dollnstein () - Solnhofen () - Pappenheim () - Treuchtlingen ()

 
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Nun wusste ich, warum der 1. Mai "Tag der Arbeit" hieß. Nischt mit frei oder feiern. Arbeiten ! Aber dafür waren die Straßen schön leer. Ein paar Kilometer begleiteten uns Johann und Anna. Das war ein schöner Auftakt. Der Feiertag war wie aus dem Bilderbuch. Entlang der Schutter ging es später hinein ins Altmühltal. Aus dem Radio hörte ich den Song „Komm wir fahren nach Amsterdam – ich weiß, dass ich Dich nicht halten kann“. Besser hätte ich das auch nicht singen können. Ab Dollnstein fuhren wir die Altmühl rauf. Aber nicht auf dem Radweg, sondern auf der Straße. Da war es nämlich ruhiger als auf dem Radweg. Klar – am Feiertag sind viele mit dem Rad unterwegs. Das Altmühltal ist eigentlich zu schade zum durchrasen, aber da die Räder gut rollten, entschlossen wir uns bis Gunzenhausen weiterzufahren. Dort gab es einen Zeltplatz, der wirklich erste Sahne war. Super Spielplatz direkt neben dem Zelt. Das lob ich mir. Hochlichter des Tages waren übrigens die Lokomotive in Treuchtlingen und ein Flugplatzbesuch (Standardprogramm).

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Etappe 6 Gunzenhausen - Herrieden - Rothenburg o. d. Tauber (70 km) Fr 02.05.03

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Karte vergrößern - zoom in Warum Rothenburg nicht an der Tauber hieß, sollte ich bald erfahren. Oder vielmehr Vadder. Aber dazu später. Da wir gut im Rennen lagen, wollten wir bis Rothenburg durchfahren. Um den Altmühlsee rum ging es zunächst bis Herriden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei knapp 18 km/h. Sagenhaft. Später verließen wir den Radweg und fuhren die kürzeste Landstraße bis Rothenburg o.d.T. Es ging stetig bergauf. Nicht steil, aber immer ein wenig. 10 km vor Rothenburg o.d.T. ging es dann steil ins Taubertal bergab. Das machte Laune. Schneller.  Doch leider lag die Burg auf dem Berg und es ging noch mal steil nach oben. Vadder konnte aber problemlos die Tonnen zum Marktplatz bewegen. Und unter den Augen und im Hall der Sprechchöre hunderter Touristen aller Nationen erreichten wir ihn dann auch. Na so scharf waren wir aber nicht darauf. Aber mein Eis hatte ich mir verdient. Natürlich würden Radweghinweisschilder das Stadtbild verschandeln. So fragten wir uns bis zum Campingplatz durch. Wir hatten auch Sorge, dass wir uns verfahren könnten, um am Ende nochmals auf die Burg zu strampeln. Das wäre dann doch zu fett. Übrigens hatte der Campingplatz seinen Namen zurecht- "Tauberidyll". Wir fühlten uns wohl und beschlossen den anschließenden Tag auszuruhen. Denn das strengt an - Vadder immer anzufeuern. Ein richtiger Ruhetag also. So´n büschen.

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Ruhetag   Rothenburg o. d. Tauber (42 km) Sa 03.05.03

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Karte vergrößern - zoom in Wie immer an Ruhetagen fuhren wir erst einmal mit dem Rad - rauf auf die Burg. Unterwegs auf viertel Höhe hatten wir noch den Rucksack liegengelassen, was wir ob der Tauber bemerkten. Also wieder runter von der Burg. Und zum Glück waren die Sachen noch da. Sonst gäbe es wieder einen bilderlosen Reisebericht. Danach ging es wieder rauf auf die Burg. Wir gönnten uns ja sonst nichts. Den Tag verbrachten wir in der Altstadt und deren Spielstätten. Die waren wirklich gut. Dann schlenderten wir durch die vielen Gassen und ich fing an japanisch zu lernen und How do you do. In den Schaufenstern gab es so viel niedlichen Schnick-Schnack zu sehen. Später hatte ich schon einen 2-Meter-langen Arm, weil Vadder mir mein Schnick-Schnack-Studium nicht gönnen wollte. Echt fies. Natürlich waren wir mit unserem Tandem an diesem Ort gerade richtig. Die vielen Menschen sahen uns interessiert und vielleicht auch mitleidig hinterher, ob wir denn uns kein richtiges Fahrrad hätten kaufen können. Aber es gibt kein besseres Tandem als Pino Brombeere. Außer ein paar kleine Macken. Abends konnte ich noch mit anschauen, wie Heißluftballone gefüllt wurden und in den blauen Himmel aufstiegen. So´n dicker Smily-Ballon hat mir auch noch ´n guten Abend gewünscht. Im Hintergrund erstrahlte die Burg. O war das schön. Wie dreimal Hollywood oder so.

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Etappe 7 Rothenburg o. d. T. - Bad Mergentheim ( 50 km) So 04.05.03

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    Karte vergrößern - zoom in Es wurde immer heißer. Das Thermometer an einer Sparkasse zeigte bald 33 Grad Celsius. Eigentlich wollten wir ja bei solch einer Hitze nicht fahren. Aber im lieblichen Taubertal war es irgendwie angenehm. Die ersten 10 km waren doch mit ein paar Steigungen gespickt, aber später war es wirklich eben und die Wege meist asphaltiert und in einem sehr guten Zustand. Entlang der Route gab es jede Menge Volksfeste. An allen nahmen wir irgendwie teil. Ob es zum Mittagessen war, zum Mädrescherfahrensotun oder zum Eisessen. In Bad Mergentheim waren ein paar ältere Damen entsetzt über meine Hautfarbe und wähnten Vadder schon als Kindervernachlässiger. Aber die Damen wussten ja nicht, dass ich schon 3 Wochen en tour war – einschließlich Italien. Da sah man halt so aus. 

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Etappe 8 Bad Mergentheim - Wertheim (Nassig)(50 km) Mo 05.05.03

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Nachdem wir unsere Einkäufe getätigt hatten, fuhren wir bis Tauberbischofsheim. Dort gab es einen schönen Spielplatz und Vadder kochte was Leckeres - Pute mit Currymöhren und Pellkartoffeln. Ich bevorzugte aber die Kartoffeln mit Frischkäse zu essen. Tauberbischofheim ist auch eine sehr schöne Stadt. Hier schien es nur schöne Städte zu geben. Um zu unseren Dachgeber zu gelangen, mussten wir das Taubertal verlassen und uns über eine 6 %-ige Steigung auf die Hochebene begeben. Für 6 km bräuchten wir ca. 1 1/2 Stunden bis zum Haus von Johannes und seiner Familie. Na - die Zeit hatten wir dann auch fast gebraucht und oben hatten wir, Gott sei Dank, nicht solchen starken Gegenwind. Lange durfte ich noch mit Kaspar und Moritz im Sandkasten spielen und den Traktor ausprobieren.

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Etappe 9 Wertheim - Kleinwallstadt (70 km) Di 06.05.03

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Dank des Aufstieges am Tage zuvor hatten wir ein paar Höhenmeter gebunkert, um schnell nach Wertheim zu gelangen. Wertheim ist auch eine schöne Stadt und liegt an der Mündung der Tauber in den Main. Schon wieder solch eine schöne Stadt. Na ja, wenn ich groß sein würde, würde ich wiederkommen, mit meinem eigenen Rad oder mit dem Pino. Dann soll Vadder aber vorne sitzen und ich verteile die Kopfnüsse. ca. 5 km hinter Wertheim mussten wir den Main überqueren. Die Brücke war eigentlich eine Eisenbahnbrücke und der nebenliegende Radweg bot nur EINEM beladenen Fahrrad Platz. Nach einigem Warten, konnten wir dann die Brücke ohne Gegenverkehr passieren. Das Maintal ist hier wirklich schön und flach. Abends trafen wir dann bei Uschi und ihrer Tochter in Kleinwallstadt ein. Im Garten hatte ich dann wieder was ganz tolles entdeckt - eine Schubkarre. Bis jetzt war die Tour ja ein richtiges Schubkarrensurfen - toll nicht wahr ?

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Etappe 10 Kleinwallstadt - Frankfurt a.M. - Flörsheim (105 km) Mi 07.05.03

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Sulzbach a.M. 4 - Aschaffenburg 10 - Karlstein a.M. 15 - Kahl a.M. 7 - Großauheim 5 - Hanau 

 
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Um 09.00 Uhr fuhren wir ab. Wir ahnten schon, dass wir weiter kämen als bis zu unserem Dachgeber in Hanau. So stellten wir uns Offenbach als nächstes Ziel. Doch als wir nach 55 km um 14.00 Uhr im Ort waren, ging es gleich weiter bis Frankfurt. Wir hatten schon ca 70 km auf dem Tachometer, als wir am Eisernen Steg erst einmal Mittag machten. Wir hatten ja geplant (so´n büschen) Vadders Kollegen in Neu-Isenburg zu besuchen, aber der Ort lag ja leider nicht auf dem Weg. Also liebe Kollegen: solltet ihr eine Erscheinung bei eurer Nachderarbeitheimfahrt gehabt haben, dann war das kein UFO, sondern wir 2 von 4. Seid bitte nicht traurig, dass wir nicht  vorbeikamen. In 6 Wochen würde Vadder bestimmt kommen. Dann würde er diesen "stressigen" Erziehungsurlaub beendet haben und wieder so herumprogrammieren. Schade für mich. Aber wie heißt das so schön: "Nicht traurig dass es vorbei, sondern glücklich das es gewesen". Um 16.00 Uhr ging es dann weiter Richtung Flörsheim, nachdem wir beschlossen hatten aus zwei Etappen eine zu machen. Unterwegs trafen wir noch Peter aus Wiesbaden, der mit seinem Liegerad vom Typ Challenge Mistral von der Arbeit kam. So fährt er immer 80 km am Tag. Vadder ließ ihn erst mal nicht überholen. Nicht weil er fies war, sondern weil er scharf auf so´n Gerät war. Leider mussten wir uns trennen und einen Umweg über Rüsselsheim nehmen. Denn über die Staustufen konnten wir den Main nicht überqueren. Bei "10 Tonnen" Gepäck war das unmöglich, denn wir hätten das Tandem die Treppen rauf- und runtertragen müssen. Zum Schluss unserer netten 100-er Etappe mussten wir noch mächtig bergauf fahren, dafür gab´s später auch viel Riesling aus dem Rheingau - für Vadder. Ich bekam Mineralwasser.

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Etappe 11 Flörsheim - St. Goar (70 km) Do 08.05.03

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Die Omi hatte Geburtstag. Nicht meine Omi, sondern die der Dachgeberkinderkinder. Sie wurde 82 Jahre. Zu ihrer Ehren gab es ein Geburtstagsfrühstück. Berthilde und Heinz luden uns herzlichst ein,  denn es kamen noch die Urenkel. Da hatten wir ´ne tolle Spielrunde. Danach nahmen wir den kürzesten Weg Richtung Mainz. Über eine Autobahnbrücke überquerten wir den Rhein. Dann ging es durch Gärten und den Rheinauen Richtung Bingen, z.T. auf richtigen Holperwegen. Aber wie wir feststellten, waren dies die Wanderwege und nicht die Radwege. Die hatten wir offensichtlich verfehlt. Dafür waren wir aber schön dicht am Rhein. Dennoch war das kein Problem für Pino Brombeere. Ja diese Tour entlang bekannter deutscher Flüsse hatte seinen besonderen Reiz und wir stellten fest, das jeder Fluss und damit jeder Tourenabschnitt anders war. Unterwegs fanden wir einen wunderbaren Spielplatz vor, mit Imbiss und Blick über den Rhein. Ab Bingen ging es linksrheinisch meist auf separaten Radwegen. Wir erinnerten uns der Empfehlung aus dem Rad-forum, dass man es vorziehen sollte, den Zug bis Koblenz zu nehmen. Das konnten wir nicht nachvollziehen. Zum Teil werden hier neben der Bundesstraße noch neue Radwege angelegt - baulich sehr aufwendig. Das muss man mal anerkennen. Zu den vielen Orten muss ich nichts sagen, denn so wie wir, muss man da nicht durchrauschen, aber mich interessieren eh nur Spielplätze.

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Etappe 12 St.Goar - Oberzissen (20 km) (60 km mit Schiff) Fr 09.05.03

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Ein wunderschöner Morgen. Von der Terrasse der JH  konnte man phantastisch auf den Rhein schauen, seine Schiffe und vor allem auf die Eisenbahn, die unter uns vorbeifuhr. Das machte mich ganz verrückt. Vadder war der beste seiner Gattung. Denn heute durften wir mit einem richtigen großen Passagierschiff fahren. Immer nach der Devise: keine Radtour ohne eine Schiffsfahrt. Vorbei an den vielen Burgen und Schlössern ging es rheinabwärts bis Andernach. Auf dem Schiff hatte Vadder noch Leute aus Arizona kennen gelernt. Die sprachen auch Englisch. In Andernach fiel dann der lang ersehnte Regen - natürlich nicht für uns, sondern für die Bauern. Aber für die 20 km war das ok. Außerdem konnten wir unsere über hunderte von Kilometern sinnlos mitgeschleppten Regenklamotten endlich anziehen. Im engen Brohlertal duftete es dann nach Laub und Kräutern. Ungefähr wie der Duft einer Spinatpizza mit viel Knoblauch. Am Anfang der Tour hatte ich noch gesagt: "Armer Papa" , wenn es bergauf ging. Jetzt nicht mehr - selber schuld. Die Straße im Brohlertal ist nicht gerade ideal zum Radfahren. Und wenn es regnet, muss man sehr vorsichtig sein, besonders wenn Schienen die Straße schräg überqueren. Da kann man sich schnell mal auf die Schn... legen. Aber Vadder hat ja schon Ahnung, so´n büschen und passt da besonders auf. Oma Karin und Dieter und die 3 kleinen Hunde hatte uns dann auch ganz lieb begrüßt. Ein schönes Wiedersehen und diesmal nicht mit dem Auto. 

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Etappe 13 Oberzissen - Düsseldorf (130 km)  Sa 10.05.03

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Das dies unsere letzte Etappe sein würde, wussten wir am Morgen noch nicht. Wenn die Radwege am schönsten sind und zum Radeln geradezu einladen, ist man auch am schnellsten und schnell wieder fort. Von Oberzissen fuhren wir talabwärts schnell zum Rhein. Linksrheinisch ging es über Bad Godesberg und Bonn Richtung Köln. Wir waren wieder zu schnell. Um 14.00 Uhr hätten wir bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 16 km/h unser Nachtquatier erreicht. Da wir so früh waren, entschloss ich mich an Mama zu denken und gab Vadder zu verstehen, dass es doch besser wäre bis Düsseldorf durchzufahren. Zu Mama und natürlich Fussi. Vadder hatte ja nichts dagegen, denn er hatte ja eh keine andere Wahl, es sei denn 120 dB Krach. Köln kannte ich schon und so fuhren wir weiter bis zu den Autowerken. Da gab es ein Spielplatzfest mit ´ner richtigen Feuerwehr. Mann, die war so knallrot und hatte ´ne lange Drehleiter oben drauf. Dann machten die noch mit dem Tatütatta rum. Da flippte ich total aus. Auf asphaltierten Radwegen oder auf dem Rheindeich ging es dann bis Zons. Dort nahmen wir die Fähre und fahren geradewegs zur Altstadt von Düsseldorf. War schon ein komisches Gefühl. Mama wusste mittlerweile auch Bescheid und um 20 Uhr trafen wir uns auf dem Burgplatz. So sahen also Mama und Fussi nach 860 km aus. Die hatten sich kaum verändert. Fussis Lehrerin hatten wir auch getroffen. Sie war so lieb und fotografierte uns 4, um diesen historischen Moment festzuhalten. Und da es in der Altstadt nicht mein Lieblingsessen gab, radelten wir geradewegs nach Hause. Endlich gab es sie - nach Wochen - nach insgesamt 1350 km Radfahren - endlich - Eierkuchen. Und damit ist die Tour de F(l)ussi zu Ende. 

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  Fazit  

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Saustarke Tour zu 80 % auf Radwegen und diese waren zu ca.80 % asphaltiert. Hätten wir uns alle Städte und Sehenswürdigkeiten ansehen wollen, hätten wir die Tour liebend gern auf 50 Etappen aufteilen müssen. Aber dafür hatten wir noch keine Antenne. Wir wollten nur Spielplätze und davon mehr mehr meher.

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PS: Auf Vadders Bauch kann ich auch noch runterrutschen, da ist noch nicht alles weg. Juhuuuuuuuu!!!

 
     
     
     

     

   
     
     
 
 

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